«Ich lehne es ab, Hitzfeld infrage zu stellen»
Eine Analyse von Hakan Yakin. Aktualisiert am 11.10.2011 61 Kommentare
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EM Qualifikation Grp. G
10. Runde
| 11.10. | Bulgarien - Wales | 0 : 1 |
| 11.10. | Schweiz - Montenegro | 2 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | England | 8 | 5 | 3 | 0 | 17:5 | 18 |
| 2. | Montenegro | 8 | 3 | 3 | 2 | 7:7 | 12 |
| 3. | Schweiz | 8 | 3 | 2 | 3 | 12:10 | 11 |
| 4. | Wales | 8 | 3 | 0 | 5 | 6:10 | 9 |
| 5. | Bulgarien | 8 | 1 | 2 | 5 | 3:13 | 5 |
Korrektur-Hinweis
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Ich habe in meinem ersten Standpunkt für Tagesanzeiger.ch/Newsnet am vergangenen Freitag die Mannschaft in die Pflicht genommen. Die Spieler müssten nach dem 2:2 in England und dem 3:1-Sieg gegen die Bulgaren jetzt ihre wirkliche Reifeprüfung ablegen. Leider ist das nicht gelungen. Aber vielleicht habe ich von den jungen Schweizern auch etwas verlangt, was zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht möglich ist. Da ist in mir vielleicht der Fan durchgegangen, der ich seit meinem Rücktritt natürlich bin. Ich habe einfach fest darauf gehofft, dass die Schweiz die Chance packt und zumindest in der Finalissima gegen Montenegro die Barrage noch erreicht. Das ist nun nicht mehr möglich und das hat auch mich masslos enttäuscht.
Bei reiflicher Überlegung und Analyse der Situation ist die Enttäuschung schnell gewichen. Der Aufbau einer neuen und vor allem jungen Mannschaft braucht Zeit und insbesondere Geduld. In einer gewissen Testphase des gegenseitigen Kennenlernens ist es doch nur normal, dass es Rückschläge gibt. Solche muss man bei einem Neuaufbau einkalkulieren. Leider ist dieser Rückschlag nach dem 2:2 in England und dem 3:1-Sieg gegen die Bulgaren jetzt ausgerechnet in Wales gekommen. Doch ich bin mir absolut sicher, dass gerade dieses Scheitern in der EM-Qualifikation jetzt unsere ganz grosse Chance für eine erfolgreiche Zukunft ist. Jetzt muss man die Kräfte bündeln. Es bringt überhaupt gar nichts, wenn man sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen zerfleischen würde.
«Hitzfeld ist ein absoluter Fachmann»
Ich wehre mich vehement dagegen, jetzt über die junge Mannschaft den Stab zu brechen. Und ich lehne es kategorisch ab, Trainer Ottmar Hitzfeld infrage zu stellen. Er ist ein absoluter Fachmann, das weiss ich aus eigener Erfahrung, immerhin habe ich mit ihm lange zusammengearbeitet und mit ihm eine Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika erreicht. Dass sich die Schweiz nach zwei EM-Teilnahmen und zwei Weltmeisterschaften für einmal nicht für ein grosse Turnier qualifizieren konnte, ist kein Beinbruch, schon gar kein Drama. Es war in der Vergangenheit schon grösseren Fussballnationen nicht vergönnt, an der Endrunde dabei zu sein. Ich denke da an die Engländer, die Russen, Schweden oder die Türkei, die an der WM 2002 noch Dritter in der Weltmeisterschaft geworden war.
«Hitzfeld muss den Kader so oft wie möglich zusammenziehen»
Jetzt müssen alle, auch Ottmar Hitzfeld, die Zeichen der Zeit erkennen und die Lehren aus der gescheiterten EM-Qualifikation ziehen. Die Basler Spieler Granit Xhaka und Fabian Frei kamen mit einem enormen Selbstvertrauen zu der Nationalmannschaft. Der FC Basel hatte in der Champions League mit dem 3:3 bei Manchester United eine Sensation geschafft. Fabian Frei war mit Alex Frei sogar der Mann des Spiels, während Shaqiri noch gesperrt war. Doch die Basler konnten das grosse Selbstvertrauen in Wales nicht auf den Platz bringen. Aber was sagt mir das? Es sagt mir, dass du jeden Tag im Training hart an dir arbeiten musst. Jeder muss den Willen aufbringen, sich stetig weiterzuentwickeln. Und zu einer solchen Entwicklung gehört es auch, dass Ottmar Hitzfeld das Jahr bis zum Beginn der WM-Qualifikation optimal nutzt und mit den Spielern sehr viel und akribisch arbeitet. Dazu müsste er den Kader mehrmals, ja bei jeder Gelegenheit, zusammenziehen und dies nicht nur vor ein, oder zwei Testspielen. Dann sehe ich absolut positiv in die Zukunft. Den ersten Schritt in eine positive Zukunft können die Schweizer heute Abend im Spiel gegen Montenegro machen. Auch wenn es sich um ein sogenanntes Kehrausspiel handelt, erwarte ich, dass sich jeder Einzelne noch einmal aufrafft und dem Publikum etwas bieten will.
Erstellt: 10.10.2011, 12:14 Uhr
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61 Kommentare
Der Artikel ist gut, aber ich bezweifle, dass dieser von Hakan Yakin geschrieben worden ist. Hakan Yakin kann ja nicht mal zwei korrekte Sätze aneinander korrekt aufsagen und muss sogar an der Pressekonferenz zu seinem Wechsel von einem Zettel ablesen Antworten
@ Oliver Mara: Nein, die Einstellung wäre realitätsfern! Wann sehen die letzten endlich auch mal ein, dass wir kein solches Kader besitzen wie beispielsweise Deutschland? Eure Kritik gegen den Herr Hitzfeld ist eine Frechheit und ich schäme mich einmal mehr für all die Kritik, die es nun gegen den Trainer hagelt! Ein Skandal und typisch schweizerisch!!! Antworten



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