Sport

«Ich überfordere sie nicht»

Von Ruedi Kunz. Aktualisiert am 04.12.2011

YB-Trainer Christian Gross wehrt sich gegen Vorwürfe über seinen Führungsstil, der Technische Direktor Hansruedi Hasler gibt ihm Rückendeckung.

Leistungsorientiert und dominant: YB-Trainer Christian Gross.

Leistungsorientiert und dominant: YB-Trainer Christian Gross.
Bild: Keystone

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Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

Fussball-Diskussion

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Kürzlich bei einem Pressetreffen mit YB-Trainer Christian Gross im Stade de Suisse: Ein Journalist formuliert die These, die Young Boys hätten im verlorenen Cupmatch gegen Winterthur Beamtenfussball gespielt. «Beamtenfussball? Was ist das?», fragt Gross. Es sehe alles etwas brav, korrekt und bieder aus bei YB, erläutert der Journalist. Die Reaktion des Coachs fällt ziemlich heftig aus: «Meine Mannschaft spielt doch nicht Beamtenfussball», sagt er mit bebender Stimme, «diesen Vorwurf habe ich bisher noch nie gehört.»

Es sei auch nicht so, dass er von seinen Spielern zu viel verlange. «Ich fordere viel, doch ich überfordere sie ganz bestimmt nicht.» Es ist Gross Replik auf Zeitungsberichte nach dem blamablen Ausscheiden im Achtelfinal des Schweizer Cups. Darin wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, ob Gross mit seinem extrem leistungsorientierten und dominanten Führungsstil nicht zumindest einen Teil der Spieler überfordere.

Seit Christian Gross in Bern wirkt, weht ein rauerer Wind

Hansruedi Hasler, als Technischer Direktor direkter Vorgesetzter des Trainers, kann mit solchen Überlegungen wenig anfangen. «Christian Gross ist kein Diktator. Er spricht viel mit den Spielern und ermutigt sie immer wieder, zu ihm zu kommen, wenn sie etwas beschäftigt.» Er bestätigt, dass es einzelne Akteure gibt, «die immer noch zu viel Respekt vor dem Coach haben». Wie erklärt sich Hasler die Tatsache, dass etliche YB-Spieler seit Wochen nicht ihre gewohnte Leistung abrufen können? «Zum Teil hat es mit Dingen im Privatleben zu tun, zum Teil mit dem Kulturwandel, der unter Gross stattgefunden hat.»

Seit der Zürcher in Bern wirkt, weht ein rauerer Wind im Stade de Suisse. Vorbei sind die Zeiten, als die YB-Spieler von Montag- bis Mittwochmittag freihatten, wie das unter Petkovic während der Meisterschaft immer wieder vorkam. Der Trainingsplan von Gross ist viel variabler. Einmal werden die Spieler zweimal am Tag aufgeboten, dann wieder nur für eine Einheit. Vorbei sind auch die Zeiten, als die Akteure die letzte Nacht vor einem Heimspiel zu Hause verbringen konnten. Gross versammelt die Equipe immer schon am Vortag in einem Berner Hotel. «Wir sind jetzt ein Profibetrieb», sagt Hasler.

Der langjährige Nachwuchschef des Schweizerischen Fussballverbandes ist enttäuscht, wie sich die Mannschaft entwickelt hat in diesem Jahr. «Wir haben zu viele durchschnittliche Spieler.» Deshalb unterstützt er vollumfänglich Gross Begehren nach Verstärkungen im Sturm. In der Winterpause sollen zwei Offensivkräfte verpflichtet werden. Gross wie auch Hasler haben am letzten Wochenende in Osteuropa verschiedene Stürmer beobachtet.

Es braucht Zeit, bis der Kulturwandel vollzogen ist

Der Begriff Kulturwandel ist in den letzten Wochen häufig verwendet worden von der YB-Führung. CEO Ilja Kaenzig sagt, es brauche Zeit, bis das Team mit der Arbeitsweise und den Ideen des neuen Staffs vertraut sei. Solche Sätze kommen bei den Fans nicht gut an. Sie haben noch die kecken Worte in den Ohren, die Kaenzig im Sommer gebraucht hat: «Mit der Verpflichtung von Gross haben wir den Nachbrenner gezündet», erklärte er im August. Damals war YB in der Europa League und im Schweizer Cup noch nicht ausgeschieden und hatte in der Super League nur wenige Punkte Rückstand auf Leader Luzern. (SonntagsZeitung)

Erstellt: 04.12.2011, 13:23 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 07:50
Keine Daten vorhanden
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Roland Garros
27.0512:15Cipolla - Wawrinka
Stand: 25.05.2012 14:45
Keine Daten vorhanden
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Bolelli - Nadal
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Federer - Kamke
Stand: 25.05.2012 15:24
Keine Daten vorhanden
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