Sport

«Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied»

Interview: Thomas Niggl. Aktualisiert am 17.08.2012

Aufsteiger St. Gallen ist die Überraschung der Saison und Goalie Daniel Lopar der grosse Rückhalt. Er sagt im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet, was er von der Zukunft erwartet.

1/5 St. Gallens Torhüter Daniel Lopar ist massgeblich am Erfolg des Aufsteigers beteiligt.
Bild: Keystone

   

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Super League

29. Runde

27.04.Grasshoppers - Thun0 : 2
28.04.Basel - Luzern0 : 3
28.04.Young Boys - Lausanne3 : 1
28.04.St.Gallen - FC Zürich1 : 2
22.05.Servette - Sion4 : 0
Stand: 22.05.2013 21:37

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel33199559:3066
2.Grasshoppers33179741:3060
3.St.Gallen33168949:3256
4.FC Zürich331471254:4249
5.Sion331291236:4945
6.Thun331281341:4244
7.Young Boys331191344:4342
8.Luzern338121335:4636
9.Lausanne33691825:4727
10.Servette33681928:5126
Stand: 22.05.2013 21:43

30. Runde

03.05.Lausanne - FC Zürich1 : 1
04.05.Grasshoppers - Servette2 : 0
04.05.St.Gallen - Young Boys3 : 1
05.05.Sion - Basel0 : 1
05.05.Thun - Luzern1 : 1
Stand: 05.05.2013 17:51

Stichworte

Fussball-Diskussion

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Daniel Lopar, St. Gallen hat erst vier Tore kassiert. Liegt das nur an einem starken Torhüter?
Nein, um Gottes Willen. Wir haben ein starkes Kollektiv und das System im Gegensatz zur Aufstiegssaison umgestellt.

Erklären Sie uns das.
In der Aufstiegssaison waren wir offensiv ausgerichtet. Weil wir in der Super League natürlich auf wesentlich stärkere Gegner treffen, legt Trainer Jeff Saibene jetzt viel mehr Wert auf die Defensive.

Wie hat er das System geändert?
Wir spielen jetzt mit einem 4-4-1-1-System. Im defensiven Mittelfeld operieren wir mit zwei klassischen Sechsern. Im Angriff wird die einzige Sturmspitze von einer zweiten, aber hängenden Spitze unterstützt. Diese neuen Dispositionen sind bisher sehr gut aufgegangen. Natürlich haben wir auch ein bisschen Glück gehabt.

Beim 1:1 in Luzern wurden Sie vor dem Elfmeter vom Luzerner Stahel gefoult. Doch der Ref liess weiterspielen und taxierte dann eine Sekunde später ein Einsteigen von Montandon gegen Stahel als penaltywürdig. Haben Sie die Szene am TV noch einmal gesehen?
Ich habe mir das in der Aufzeichnung noch einmal angeschaut und kam zur gleichen Erkenntnis wie im Spiel. Ich wurde klar gefoult. Ref Bieri hätte das sehen müssen. Dann wäre es gar nicht zu diesem Elfmeter gekommen.

Rangelov hat dann den Elfmeter verwandelt. Was haben Sie nach dem Spiel mit dem Bulgaren noch auf dem Rasen besprochen?
Er hat mir gesagt, dass er mich angeschaut und gewartet habe, bis ich mich für eine Ecke entschied. Aber so recht habe ich ihm das nicht abgenommen.

Wie verhalten Sie sich generell bei einem Elfmeter?
Ich versuche, wie jeder andere Torhüter, einfach den Ball zu halten.

Eigentlich sind Sie der Aufstiegsglücksbringer des FC St. Gallen.
Wie meinen Sie das?

Bei den letzten zwei Aufstiegen standen Sie im Tor.
Ja, das ist richtig. Das war bei Uli Forte und Jeff Saibene.

Was unterscheidet diese beiden Trainer?
Forte ist ausserordentlich engagiert und pflegt die Details. Jeff Saibene macht das zwar auch, aber er appelliert mehr an die Eigenverantwortung der Mannschaft.

Er ist also einfach ein lieber Kumpel der Spieler?
Nein, überhaupt nicht. Wenn er merkt, dass wir uns in unserer Eigenverantwortung zu viele Freiheiten herausnehmen und darunter das Kollektiv leidet, dann verschärft sich sein Ton, dann schlägt er sofort dazwischen.

Jeff Saibene musste sich nach dem letzten Spiel der vergangenen Saison trotz des Aufstiegs von den eigenen Fans Pfiffe anhören. Wie erklären Sie sich das?
Die Fans haben von uns wohl eine spektakulärere und souveränere Saison erwartet. Doch diese Pfiffe gegen unseren Trainer waren total daneben.

Vor zehn Jahren haben Sie als damaliger Informatik-Lehrling für Schlagzeilen gesorgt. Sie hatten beim 1:0-Sieg mit Wil die GC-Stürmer im Hardturm zur schieren Verzweiflung gebracht. Sie galten als grosses Talent. Und trotzdem haben Sie noch nie ein Aufgebot für die Nationalmannschaft erhalten. Weshalb?
Ich hatte zugegebenermassen einige Rückschläge. Ich will dafür aber niemandem die Schuld in die Schuhe schieben. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Aber ich denke, dass ich jetzt auf einem guten Weg bin.

Weshalb?
Seit einem Jahr ist St. Gallens ehemaliger Goalie Stefano Razzetti Torhütertrainer bei uns. Er macht das hervorragend und hat mich in meiner Entwicklung schon ein ganzes Stück weitergebracht.

Was sind die Ziele des FC St. Gallen in dieser Saison?
Für einen Aufsteiger hat natürlich der Ligaerhalt Priorität. Wir schauen von Spiel zu Spiel. In der Winterpause kann man dann die Ziele vielleicht nach oben korrigieren.

Wie könnte das aussehen?
Vor zwei Jahren hat Murat Yakin den FC Thun als Aufsteiger in die Europa League geführt. Ein solches Ziel können wir uns vielleicht in der Winterpause auch setzen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.08.2012, 08:21 Uhr

Programm & Resultate

Super League
EndeServette - Sion4:0
Stand: 22.05.2013 21:11
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
NHL Playoffs
EndeNew York Rangers - Boston Bruins1:2
EndeSan Jose Sharks - Los Angeles Kings2:1
Stand: 22.05.2013 06:23
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
NHL Playoffs
EndeOttawa Senators - Pittsburgh Penguins3:7
Stand: 23.05.2013 04:00
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
NHL Playoffs
01:00New York Rangers - Boston Bruins
02:00Detroit Red Wings - Chicago Blackhawks
04:30Los Angeles Kings - San Jose Sharks

Sport

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Umfrage

Wer gewinnt am 25. Mai im Wembley-Stadion die Champions League?



Umfrage

Wie sehen Sie Roger Federers nähere Zukunft?





Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Nicht von dieser Welt!

Entdecken Sie die arabische Märchenwelt aus 1001 Nacht!

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?