«Jetzt müssen die Deutschen Angst haben»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 04.11.2009
Der ehemalige Nationalspieler Ciriaco Sforza ist der erfolgreichste Schweizer Fussballer aller Zeiten. Er gewann mit den Bayern das Double, den Uefa-Cup, die Champions League und den Weltpokal. Jetzt traut der GC-Trainer der Schweizer U-17-Nati in Nigeria den Weltmeistertitel zu. «Die können das packen», ist Sforza überzeugt.
In der Gruppenphase hat das Team von Dany Ryser Japan (4:3), Mexiko (2:0) und Brasilien (1:0) besiegt. «Brasilien war 2003 Weltmeister, Mexiko 2005», weiss Sforza. Wer zwei Weltmeister geschlagen habe, könne jeden besiegen.
Achtelfinal heute live
Heute spielen die Schweizer in Lagos im Achtelfinal gegen Deutschland (live ab 19 Uhr auf Eurosport und Tagesanzeiger.ch/Newsnet). «News» erreichte Torjäger Nassim Ben Khalifa in Nigeria am Handy. «Jetzt müssen die Deutschen Angst vor uns haben», sagt er selbstbewusst.
Sforza wundert das Selbstvertrauen seines Schützlings überhaupt nicht. Er schwärmt vom Schweizer Angriff, den mit Ben Khalifa und Haris Seferovic zwei GC-Stürmer bilden. «Ben Khalifa hat sich physisch enorm entwickelt», sagt Sforza. Er könne 90 Minuten auf höchstem Niveau spielen. «Er ist ein Knipser, der von drei Chancen zwei verwertet.»
Er habe noch selten einen 17-jährigen Stürmer mit dieser Kaltschnäuzigkeit gesehen. Er sei ein ähnlicher Typ wie Frankreichs Star Karim Benzema von Real Madrid: ein glänzender Techniker, der auch ein Auge für seine Sturmpartner habe. «Mit seiner Übersicht kann er auch hinter den Spitzen spielen.»
Sforza verspricht Beförderung nach der WM
Von Seferovic hält Sforza ebenfalls viel. «Er ist ein Puncher, der den Ball auch mit dem Rücken zum Tor gegen zwei, drei Gegner behaupten kann.» Seferovic, ein Linksfüsser, habe einen präzisen und scharfen Schuss. Gegenüber «News» kündigt Sforza an, was Seferovic noch nicht einmal weiss: Nach seiner Rückkehr aus Nigeria darf er ab sofort mit dem Fanionteam trainieren, in dem Ben Khalifa bereits zur Stammelf gehört. Sforza spricht von einer idealen Ergänzung.
Ben Khalifa untermauert das Lob seines Chefs: «Haris ist für mich wie ein Bruder, wir verstehen uns auf und neben dem Rasen blendend.» (NEWS)
Erstellt: 04.11.2009, 13:03 Uhr


