Jetzt muss die Torkamera her
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 08.02.2010 11 Kommentare
Umfrage
Soll die Fifa auf Profi-Stufe die Torkamera oder den Chip im Ball einführen?
Ja, der Videobeweis muss her
Ja, der Chip ist eine gute Sache
Nein, ein zusätzlicher Torrichter genügt
Nein, man soll es lassen wie es ist
8878 Stimmen
Artikel zum Thema
- Schon wieder Tor-Fehlentscheid in Deutschland
- Wembley ist auch in Afrika
- Lattenschuss wurde als Tor gezählt
Stichworte
Bundesliga
34. Runde
| 05.05. | Borussia Dortmund - SC Freiburg | 4 : 0 |
| 05.05. | Werder Bremen - Schalke 04 | 2 : 3 |
| 05.05. | Hannover 96 - Kaiserslautern | 2 : 1 |
| 05.05. | Mainz 05 - Borussia Gladbach | 0 : 3 |
| 05.05. | 1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen | 1 : 4 |
| 05.05. | VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg | 3 : 2 |
| 05.05. | 1. FC Köln - Bayern München | 1 : 4 |
| 05.05. | Augsburg - Hamburger SV | 1 : 0 |
| 05.05. | Hertha BSC - Hoffenheim | 3 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Borussia Dortmund | 34 | 25 | 6 | 3 | 80:25 | 81 |
| 2. | Bayern München | 34 | 23 | 4 | 7 | 77:22 | 73 |
| 3. | Schalke 04 | 34 | 20 | 4 | 10 | 74:44 | 64 |
| 4. | Borussia Gladbach | 34 | 17 | 9 | 8 | 49:24 | 60 |
| 5. | Bayer Leverkusen | 34 | 15 | 9 | 10 | 52:44 | 54 |
| 6. | VfB Stuttgart | 34 | 15 | 8 | 11 | 63:46 | 53 |
| 7. | Hannover 96 | 34 | 12 | 12 | 10 | 41:45 | 48 |
| 8. | VfL Wolfsburg | 34 | 13 | 5 | 16 | 47:60 | 44 |
| 9. | Werder Bremen | 34 | 11 | 9 | 14 | 49:58 | 42 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 12 | 6 | 16 | 38:49 | 42 |
| 11. | Hoffenheim | 34 | 10 | 11 | 13 | 41:47 | 41 |
| 12. | SC Freiburg | 34 | 10 | 10 | 14 | 45:61 | 40 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 9 | 12 | 13 | 47:51 | 39 |
| 14. | Augsburg | 34 | 8 | 14 | 12 | 36:49 | 38 |
| 15. | Hamburger SV | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:57 | 36 |
| 16. | Hertha BSC | 34 | 7 | 10 | 17 | 38:64 | 31 |
| 17. | 1. FC Köln | 34 | 8 | 6 | 20 | 39:75 | 30 |
| 18. | Kaiserslautern | 34 | 4 | 11 | 19 | 24:54 | 23 |
Die Fifa gerät immer mehr unter Druck, was die sogenannte Torlinientechnologie angeht. Zwar äusserte sich Fifa-Präsident Joseph Blatter nie absolut gegen eine solche Neuerung, doch sobald das Wort Videobeweis fällt, stehen dem Walliser sämtliche Haare zu Berg. Fussball soll in seiner einfachen Form bestehen bleiben; die Regeln für alle Ligen die gleichen sein.
Doch wird vor allem im hochbezahlten Fussball die Geduld für die romantische Sichtweise Blatters zusehends kleiner. Vor allem die Forderung nach Torkameras wird immer lauter. Die jüngste Szene passierte am Samstag in der 47. Minute zwischen Freiburg und Schalke. Marcelo Bordon nickt den Ball nach einem Corner an die Latte, von dort springt dieser knapp hinter der Grundlinie. Allerdings sieht dies das Schiedsrichtertrio nicht, der Treffer zählt nicht, das Spiel endet 0:0.
Knapp anderthalb Stunden nach Spielschluss treffen sich die Schalker Spieler und Schiedsrichter Jochen Drees zufällig – im Zug. Beide fahren mit dem ICE von Freiburg weg; Drees nach Mainz, Schalke 04 nach Gelsenkirchen. Der Schiedsrichter entschuldigt sich dabei bei Bordon, wie «Bild.de» berichtet.
Magaths klare Worte an die Fifa
«Der Ball war drin. Auf dem Platz aber was das für mich und meinen Assistenten nicht zu sehen», erklärt der Schiedsrichter. Und er sagt auch: «Wir deutschen Schiedsrichter wollen den Chip im Ball; das würde uns weiterbringen.» Von einem Torrichter oder einem zusätzlichen Assistenten auf der Torlinie, wie er derzeit in der Europa League getestet wird, hält Drees hingegen wenig. «Er hätte diesen Fehler wohl nicht verhindern können.»
Noch deutlicher formuliert Felix Magath den Vorwurf an die Adresse von Blatter und die Fifa, die sich gegen technische Neuerungen mit aller Vehemenz sträubt. «Wer keine Torkamera oder den Chip im Ball zulässt, kann nur ein Amateur sein», wettert der Trainer von Schalke gegen die konservative Haltung der Fifa-Führungsgremien.
Schon zwei andere krasse Fälle
Und man erinnert sich dabei an das Tor von Christian Tiffert im Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem FSV Frankfurt und dem MSV Duisburg. Sein Schuss prallte von der Lattenunterkante rund 1,3 Meter vor der Grundlinie ins Feld zurück. Der Assistent entschied auf Tor.
Und auch am letzten Afrika-Cup gab es im Viertelfinal zwischen Ägypten und Kamerun eine umstrittene Szene, die die Schiedsrichter falsch beurteilten. Es kam zu einem Freistoss weit ausserhalb des Strafraums, schon fast an der linken Seitenlinie. Ägyptens Captain Ahmed Hassan dreht den Ball Richtung Tor. Kameruns Goalie Jérôme Kameni sah nicht gut aus, lenkte den Ball aber immerhin an die Lattenunterkante. Von dort sprang der Ball, wie die TV-Aufnahmen deutlich zeigen, höchstens auf die Torlinie. Es war das entscheidende 3:1 in der Verlängerung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.02.2010, 12:28 Uhr


