Endlich wieder Auslauf

Oft genug wurde Fabian Frei schon übergangen. Heute Abend darf sich der Basler Mittelfeldspieler im Testspiel gegen Polen erstmals seit über zweieinhalb Jahren wieder im Dress des Nationalteams empfehlen.

Könnte vom verletzungsbedingten Ausfall von Blerim Dzemaili profitieren: Fabian Frei (r.) im Training neben Fabian Schär.

Könnte vom verletzungsbedingten Ausfall von Blerim Dzemaili profitieren: Fabian Frei (r.) im Training neben Fabian Schär. Bild: Keystone

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Zwei Wochen ist es erst her, seit Fabian Frei in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» seinem Frust freien Lauf liess. «Es nervt mich, wenn ich kein Aufgebot für die Nationalmannschaft bekomme», sagte der Vizecaptain des FC Basel damals. Sein letzter Einsatz für die Nati lag zu diesem Zeitpunkt über zweieinhalb Jahre zurück – bei der 1:3-Testspielniederlage gegen Argentinien wurde Frei zur Halbzeit ausgewechselt.

Im Länderspiel gegen Polen (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet live ab 20.45) wird Frei aller Voraussicht nach in der Startformation stehen und sein fünftes Länderspiel bestreiten. Dabei profitiert er auch vom verletzungsbedingten Ausfall von Dzemaili.

Traum von Deutschland und England

Es ist schnell ausgemacht, weshalb ein Leistungsträger und Führungsspieler des Schweizer Serienmeisters sich in den letzten Jahren so oft «nerven» musste. Mit Spielern wie Gökhan Inler, Valon Behrami, Granit Xhaka, Gelson Fernandes und Blerim Dzemaili besteht im defensiven Mittelfeld ein Überangebot wie sonst auf keiner anderen Position. Den Schachzug vom ehemaligen FCB-Trainer Murat Yakin, Frei im Zentrum weiter zurück zu beordern, beschreibt der Frauenfelder ziemlich treffend: «Für mich persönlich war es ein Glücksfall, aber mit Blick auf die Nationalmannschaft nicht unbedingt.» So mutmasste der Mittelfeldmotor, dass ein Transfer ins Ausland seinen Stellenwert anheben würde – besonders Bundesliga und Premier League haben es ihm angetan.

«Wenn mich der Trainer braucht, versuche ich bereit zu sein», sagte er schon anlässlich des EM-Qualifikationsspieles gegen Litauen gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». An Motivation dürfte es Frei also nicht fehlen. Mit einer überzeugenden Leistung würde er im Konkurrenzkampf um einen Platz in der Nationalmannschaft Punkte sammeln – und dies ohne einen Auslandtransfer. Oder wie es Vladimir Petkovic formuliert: «Die Spieler sollen mich in Schwierigkeiten bringen.» Eine Forderung, die auch an Frei gerichtet sein dürfte.

Das Jubiläumsspiel

Doch nicht nur für Fabian Frei, sondern auch für die Historiker wird um 20.45 ein spezielles Spiel angepfiffen. In Breslau bestreitet die Schweizer Nationalmannschaft nämlich ihr 750. Länderspiel. Eigens für dieses Jubiläum hat der Fussballverband sogar das 544 Seiten starke «Goldene Buch des Schweizer Fussballs», in dem unter anderem die 75 aufregendsten Natispiele nacherzählt werden, veröffentlicht. Ihren ersten Auftritt hatte die Schweiz am 12. Februar 1905 im Prinzenparkstadion von Paris. Gegen Gastgeber Frankreich unterlagen die Eidgenossen mit 0:1. Erst drei Jahre später landete die Nati in Basel am 5. April 1908 mit dem 5:3 gegen Deutschland ihren ersten Sieg. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 18.11.2014, 16:17 Uhr)

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