Lattenschuss wurde als Tor gezählt
Zum Glück war die Partie bereits entschieden, als sich in der 81. Minute einer der grössten Fehlentscheide der Fussballgeschichte ereignete. Duisburgs Christian Tiffert schlenzte aus 18 Metern aufs verlassene Tor des FSV Frankfurt. Der Ball prallte von der Latte zurück und landete gemäss Berechnungen von «Sky» 1,30 Meter vor der Torlinie. Doch zum Erstaunen aller, nicht zuletzt auch von «Torschütze» Tiffert, pfiff Schiedsrichter Marco Fritz und entschied auf Tor - 5:0 für den MSV Duisburg.
Im Vergleich zu diesem Phantom-Tor zappelte der Ball beim berühmten Wembley-Tor von Geoff Hurst 1966 im WM-Final zwischen England - Deutschland (4:2 n.V.) schon beinahe im Netz (siehe Video links).
«Das ist erklärungsbedürftig»
«Ich habe es nicht gesehen, nur reagiert», sagte Schiedsrichter Fritz der «Bild». Er verliess sich auf seinen Assistenten Thomas Münch, der sofort Tor anzeigte. Tiffert behauptete: «Wenn ich sicher gewusst hätte, dass der Ball nicht drin war, hätte ich es sofort gesagt.»
Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Hellmut Krug, der als Beobachter in Duisburg war, sagte: «Das ist erklärungsbedürftig. Ich habe auf der Tribüne sofort erkannt, dass der Ball vor der Linie aufgesprungen ist.»
(str)
Erstellt: 18.01.2010, 13:39 Uhr



