Lockerer Sieg für Brasilien
Confed Cup in Südafrika
Telegramm:
USA - Brasilien 0:3 (0:2)
Loftus Versfeld, Pretoria. - 39 617 Zuschauer. - SR Busacca (Sz). - Tore: 7. Felipe Melo 0:1. 20. Robinho 0:2. 62. Maicon 0:3.
Brasilien: Julio Cesar; Maicon, Lucio (70. Luisão), Miranda, André Santos; Ramires, Gilberto Silva, Felipe Melo; Kaká (69. Julio Baptista); Luis Fabiano (69. Nilmar), Robinho.
Bemerkungen: 57. Rote Karte gegen Kljestan (USA/grobes Foul). Verwarnungen: 33. Onyewu (Foul). 83. Lattenschuss von Feilhaber (USA). 88. Lattenkopfball von Casey (USA).
Vorrunde. Gruppe B. 2. Spieltag. In Pretoria: USA - Brasilien 0:3 (0:2). In Johannesburg: Ägypten - Italien (20.30). - Rangliste: 1. Brasilien 2/6. 2. Italien 1/3. 3. Ägypten 1/0. 4. USA 2/0. - Die weiteren Spiele. Sonntag, 21. Juni. In Pretoria: Italien - Brasilien. In Rustenburg: Ägypten - USA.
Halbfinals. Mittwoch, 24. Juni. In Bloemfontein: Erster Gruppe A - Zweiter Gruppe B. - Donnerstag, 25. Juni. In Johannesburg: Erster Gruppe B - Zweiter Gruppe A.
Sonntag, 28. Juni. In Johannesburg: Final. In Rustenburg: Spiel um Platz 3.
Die USA blieben gegen den Rekordweltmeister chancenlos und waren mit dem Resultat noch gut bedient.
Keine defensiven Schwächen
Die defensiven Aussetzer, die Brasilien im Auftaktspiel gegen Afrikameister Ägypten offenbart hatte, blieben gestern aus. Die drei Änderungen in der verteidigenden Viererkette machten sich sogar positiv bemerkbar. Der neue Rechtsback Maicon stellte mit dem 3:0 in der 62. Minute das Schlussresultat der klar überlegenen «Seleçao» sicher.
Das Geschehen, das nach der roten Karte gegen Sascha Kljestan (59.) noch einseitiger wurde als es zuvor schon gewesen war, schlug sich schon in der Startphase der Partie auf dem Resultatblatt nieder. Brasilien führte nach 20 Minuten und Toren von Felipe Melo und Robinho bereits 2:0. Beim ersten Treffer konnte Fiorentina-Professional Melo, der erst im Januar im Nationalteam debütiert hatte, fast ungedeckt einköpfeln. Auch das 2:0 für Brasilien entstand nach einem Fehler der erschreckend schwachen Amerikaner: Bei einem Corner der USA unterlief DaMarcus Beasley am gegnerischen Strafraum ein Stockfehler, Brasilien benötigte zum Abschluss von Robinho auf der Gegenseite nur drei schnelle Pässe.
Sprichwörtlich «mittendrin statt nur dabei» war jener TV-Journalist, dem der millionenteure Transfer von Manchester City unmittelbar nach dessen erstem Turniertor das Mikrofon vor das Gesicht und vom kindlichen Stürmer prompt Auskunft erhielt. Ob Robinho bereits über den letzten und mit Abstand stärksten Vorrundengegner Italien (am Samstag) sprach, wurde nicht bekannt.
Keine Bildschirme am Spielfeld
Für Gesprächstoff sorgte der Platzverweis gegen Kljestan. Der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca hätte das harsche Einsteigen des Stürmers nicht geahndet, bis er vom vierten Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht wurde. Im Gegensatz zum ersten Spiel der Brasilianer, als der «Extra-Referee» laut Beschuldigungen der Ägypter in der Nachspielzeit ein Hands im Strafraum auf dem TV-Bildschirm am Spielfeldrand sah und Howard Webb (entschied auf Corner) informierte, geschah dies nun nicht mehr mit Hilfe der Mini-Screens. FIFA-Präsident Sepp Blatter erklärte am Donnerstag, die Bildschirme seien in allen Stadien entfernt worden. «Ich bin immer noch der Meinung, dass wir keine Videoüberwachung für das Geschehen auf dem Spielfeld brauchen», sagte der Walliser. (fal)
Erstellt: 18.06.2009, 18:48 Uhr


