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Mit Hormonspritzen zum grössten Spieler

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 07.04.2010 23 Kommentare

Er ist nur 1,69 m gross. Aber er wird schon als grösster Spieler aller Zeiten gesehen. Lionel Messi begeistert die Fussballfans auch weit ausserhalb von Barcelona, wohin er als 13-Jähriger gewechselt hatte.

1/19 Ein herrlicher Lupfer: Lionel Messi erzielt im Champions-Legue-Viertelfinal gegen Arsenal das 3:0.
Bild: Keystone

   

Die Medien rund um den Globus halten nach den vier Toren von Lionel Messi gegen Arsenal im Rückspiel der Champions-League-Viertelfinals mit Superlativen nicht mehr zurück. Längst wird er nicht mehr als möglicher Nachfolger von Diego Armando Maradona gesehen, sondern es wird gefragt, ob er die argentinische Legende nicht längst überflügelt hat.

Das Talent von Messi war den Talentspähern des FC Barcelona schon früh aufgefallen. Als 13-Jähriger absolvierte der kleine Messi ein Probetraining bei den Katalanen. Seine Eltern waren aus Argentinien ausgezogen, weil sie hofften, ein europäischer Verein würde die teure Behandlung mit Wachstumshormonen bezahlen. Messi war damals nur gerade 140 cm gross, doch seine Fähigkeiten überzeugten bei Barça. Auf einer Serviette wurde der erste Vertrag unterzeichnet, der ihm 600 Euro Jahreslohn einbrachte.

Vier Jahre täglich Spritzen

Vier Jahre lang erhielt Messi täglich eine Spritze ins linke und ins rechte Bein. Als 17-Jähriger spielte er erstmals in der ersten Mannschaft des FC Barcelona, damals noch protegiert von Ronaldinho. Am 1. Mai 2005 erzielte er seinen ersten Treffer in der Primera Division – und ist noch bis heute der jüngste Torschütze Barças.

Seither trifft er die gegnerischen Netze mit zunehmender Regelmässigkeit. Und mit jedem Tor wurden die Vergleiche mit Maradona mehr. Spätestens als er im Cup ein Tor mit der Hand erzielte und wenig später im Stil des heutigen Nationaltrainers von Argentinien von der Mittellinie die Gegenspieler reihenweise umdribbelte und den Ball einschob, war er der neue Maradona.

Keiner verdient mehr als Messi

Er widerstand einem Angebot von Manchester City, das ihn mit einem Jahreslohn von 12 Millionen Euro lockte. «Ich würde auch umsonst spielen, um professionell Fussball zu spielen», sagte Messi einmal dem englischen «Daily Mirror». Eine Erhebung von «France Football» wies ihn jüngst zum bestverdienenden Fussballspieler von 2009 aus. 33 Millionen flossen inklusive Werbeeinnahmen und Prämien auf das Konto des 22-Jährigen.

Seinen Wert dürfte er mit den vier Toren am Dienstagabend im Camp Nou weiter erhöht haben. Der Vertrag mit Barcelona wurde mittlerweile bis 2016 verlängert; im Kontrakt ist eine Ablösesumme von 250 Millionen Euro festgeschrieben. Einzig die Scheichs von Man City dürften solche Zahlen nicht abschrecken.

Das grosse Ziel ist der WM-Titel

Wegen seiner Grösse wurde Messi einst «La Pulga» («Der Floh») genannt. Der Übername ist zwar geblieben, doch aus dem kleinen Techniker ist längst ein robuster Dribbler und Schrecken aller gegnerischen Abwehrreihen geworden. Jedes Tor ist schon fast eine neue Bestmarke, auch wenn vor ihm schon sieben andere Spieler (Marco van Basten, Simone Inzahgi, Dado Prso, Ruud van Nistelrooy, Andrej Schewtschenko und Real-Madrid-Legende Ferenc Puskas) schon vier Tore in einem Champions-League- oder Meistercup-Spiel schossen. Und auch wenn vier Spieler (Mike Newell, Joseba Llorente, Marco Simone und Dado Prso) vor Messi, der für seinen lupenreinen Hattrick gestern 21 Minuten benötigte, noch weniger Zeit für ihre drei Tore brauchten.

Als Fünfjähriger war Messi damals in den lokalen Verein Grandoli eingetreten. Seit zehn Jahren spielt er beim FC Barcelona. Auch wenn er trotz Wachstumshormonen kein Riese geworden ist, er ist im Moment fraglos der Grösste. Einzig im Nationalteam ist ihm der Durchbruch noch nicht gelungen. Schon an der WM im Sommer in Südafrika kann sich dies ändern. «Die WM ist der einzige Event, der dich zum Grössten macht», sagt Messi selber. «Die besten Spieler haben die WM gewonnen, und das versuche ich auch zu erreichen.» Die Gegner der Albiceleste müssen sich nicht nur wegen dem südafrikanischen Winter warm anziehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.04.2010, 12:02 Uhr

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23 Kommentare

Jean-Jacques Bertschi

07.04.2010, 12:23 Uhr
Melden

Ein Gott ist er nicht! Aber ein unglaublich engagierter und kollegialer Mannschaftsspieler, dem es im "Kuchen" von Barça so richtig wohl ist. Saison für Saison wurde er besser, robuster und versierter. Er spielt für das Team - das Team, spielt für ihn. Da ist eine riesige Portion Vorbild drin! Z.B. für CR7. Antworten


Antoine Wyss

07.04.2010, 13:53 Uhr
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Der z.Z. beste Spieler. Nebst fussballerischen Qualitaeten kommt noch hinzu, dass er nicht eine Diva wie Maradona oder Ronaldo (Real) ist. Hoffentlich bleibt dies so. Antworten



Programm & Resultate

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Roland Garros
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