Petric ging wegen Geld und Frei
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 22.10.2008
Als er mit den Grasshoppers Schweizer Meister geworden war, verbrannte Mladen Petric einen FC-Basel-Schal. Entsprechend gering war die Begeisterung unter den FCB-Fans, als der Aargauer nur eine Saison später für Rot-Blau und nicht mehr für Weiss-Blau spielte. Daran änderten auch die Tore, die Petric für Basel erzielte, nichts. Und selbst seine Penalty-Parade im UEFA-Cup gegen Nantes rückte ihn am Rheinknie nicht in den Heldenstatus. Entsprechend war die FCB-Gemeinde nicht unglücklich, als der Verein den schweizerisch-kroatischen Angreifer für 3,5 Mio. Euro nach Dortmund verkaufte.
HSV überbot Dortmund
Nach dem Beginn der Saison schob Dortmund den treffsicheren Stürmer jedoch nach Hamburg ab und erhielt im Gegenzug Mohamed Zidan. Dortmund-Trainer Klopp erklärte gegenüber der deutschen Zeitung «Bild»: «Es war Petrics eigener Wunsch, den Verein zu verlassen. Er wollte in andere Gehaltssphären aufsteigen. Da konnten und wollten wir nicht mithalten.» Mit dem Wechsel zum HSV soll er seinen Lohn von 1,4 Mio. Euro auf 2,8 Millionen verdoppelt haben. Die Rendite für die Hamburger sind bereits sieben Tore von Petric.
Fehlende Laufbereitschaft
Das Geld war offenbar nur der ein Grund für den von Petric forcierten Wechsel. Er soll mit Alex Frei zu Zeiten in der Schweizer Junioren-Auswahlen einen Streit gehabt haben. Ausgeräumt wurde dieser Zwist laut «Bild» bis heute nicht. Und damit noch nicht genug: Die BVB-Verantwortlichen entscheiden sich zudem für den Petric-Verkauf, weil sie völlig unzufrieden mit dessen Laufbereitschaft waren. Klopp sah Probleme, mit Petric sein favorisiertes Pressing-System erfolgreich umzusetzen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.10.2008, 15:29 Uhr


