Video-Schiri sorgt für Verwirrung

Die Fifa testet an der U20-WM in Südkorea den Videobeweis. Ganz reibungslos ist der Ablauf noch nicht.

Die nachträgliche rote Karte sorgte bei den Spielern für Verwirrung. (Video: Tamedia/TyC Sports)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei der U20-WM in Südkorea testet die Fifa den Video Assistant Referee (VAR). Neben den vier üblichen Schiedsrichtern auf und neben dem Platz, sitzen dabei zwei weitere Unparteiische in einem Übertragungswagen oder neben der Seitenlinie vor einem Monitor. Ihre Aufgabe: Per Video die Entscheidungen des Schiedsrichters auf dem Platz überprüfen.

Die Video-Schiedsrichter können bei vier Typen von Fehlentscheidungen eingreifen: Bei Toren bzw. Regelverstössen in deren Entstehung, bei roten Karten, wenn der falsche Spieler die gelbe oder rote Karte sieht oder bei Penalty-Entscheidungen.

Rot – drei Minuten nach dem Foul

In Südkorea kommt der Videobeweis bereits im zweiten Spiel zwischen Argentinien und England zum Einsatz. Der Argentinier Lautaro Martinez sieht nach Videostudium des Schiedsrichters die rote Karte wegen eines Ellenbogenschlags – vollkommen zu Recht.

Das Beispiel zeigt aber auch die Tücken des Videobeweises. Zwischen Foul und Platzverweis vergehen über drei Minuten. Das Spiel wird danach an dem Ort fortgesetzt, wo Martinez zuvor das rotwürdige Foul beging. Statt mit einem Eckball für Argentinien, geht es also plötzlich mit einem Freistoss für England weiter. Das sorgt sowohl bei den Spielern, als auch bei den Zuschauern im Stadion für Verwirrung.

Bereit bis zur WM 2018

Die Fifa plant, den «Video Assistant Referee» an der WM 2018 in Russland einzusetzen. Vorher wird am Confed Cup und an der Club-WM weiter getestet, um die Abläufe zu verfeinern.

Erstellt: 28.05.2017, 14:21 Uhr

Artikel zum Thema

Videobeweis vermiest Franzosen das Spiel

Video Seltsam, wenn das Publikum tobt und der Schiedsrichter am Kopfhörer lauscht. So geschehen gegen Spanien. Mehr...

Infantino will Videobeweis für WM 2018

Video Fifa-Präsident Gianni Infantino will, dass die Schiedsrichter bereits bei der WM 2018 in Russland Unterstützung durch den Videobeweis erhalten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Mit Top-Behandlungen einfach und natürlich zur Sommerfigur

Wir wünschen einen schlanken Sommer! Höchste Zeit, sich selber in Form zu bringen. Die Spezialisten von slim&more unterstützen Sie mit einer kostenlosen Beratung und Figuranalyse am Bellevue Zürich.

Kommentare

Blogs

Blog Mag Preise und Werte

Outdoor Adieu Outdoorblog, hallo Berg

Abo

Digitale Abos - Neu ab 18.- pro Monat

Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Jetzt neu ab 18.- CHF pro Monat.

Die Welt in Bildern

Blas mir in die Muschel: Ein australischer Aborigine begrüsst in Sydney einen Einwohner der Torres-Strait-Inseln mit einem Ton aus einer Muschel (28. Juni 2017).
(Bild: David Gray) Mehr...