Reitet Favre Benaglio noch ganz ins Elend?
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 25.02.2011
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Dieter Hoeness, der Manager in Wolfsburg, kennt die Qualitäten von Favre und ist von ihnen auch heute noch restlos überzeugt. Immerhin hatte er ihm bei Hertha BSC den Einstieg in die Bundesliga ermöglicht. Als Favre in Berlin entlassen wurde, war Hoeness schon nicht mehr da. Wie die «Bild» jetzt aufdeckt, wollte Hoeness nach der Entlassung des Engländers Steve McClaren den Schweizer nach Wolfsburg holen. Eine Woche vor der Unterschrift bei Gladbach soll Favre mit Hoeness verhandelt haben. Er wurde offenbar im Firmenjet extra nach Braunschweig eingeflogen. Doch der Romand will so kurz vor dem Spiel dazu nichts mehr sagen. «Ich konzentriere mich nur auf das Spiel. Es heisst Wolfsburg gegen Gladbach und nicht Hoeness gegen Favre.»
Wie auch immer: Mit seinem zweiten Sieg könnte Favre das Team von Diego Benaglio noch tiefer ins Elend reiten. Im Abstiegskampf hätte das Schlusslicht dann nur noch einen Punkt Rückstand auf Wolfsburg, das mit seinem Starensemble eigentlich um den Titel mitspielen müsste. Wie das in Wolfsburg geht, kennt der Schweizer Nationalkeeper Diego Benaglio aus eigener Erfahrung. Unter Felix Magath hatte er vor zwei Jahren die deutsche Meisterschaft mit dem Volkswagen-Werksteam gewonnen.
Benaglio steckte noch nie im Abstiegskampf
Doch zurzeit ist Benaglio regelrecht vom Pech verfolgt. Heute Abend muss er schon wie bei der 1:2-Niederlage gegen Freiburg wegen einer Rückenverletzung Forfait erklären. Zudem sei der Abstiegskampf für ihn eine völlig neue Erfahrung. «Ich muss zugeben, die Situation, in der wir uns befinden, ist mir völlig neu. Ich war noch nie in meiner Karriere im Abstiegskampf involviert», sagt der Schweizer in seiner Kolumne von «20 Minuten».
In Wolfsburg werden die Spieler plötzlich mit dem Abstiegskampf, mit dem sie nie gerechnet hätten, konfrontiert. Diese Konstellation ist genau das Gefährliche an der delikaten Situation. Gladbach hingegen spielt seit Jahren gegen den Abstieg und ist sich an diese Lage längst gewöhnt. Diese Tatsache könnte der entscheidende Vorteil schlechthin für Lucien Favre heute Abend in Wolfsburg sein. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.02.2011, 12:01 Uhr


