Ribéry bricht sein Schweigen
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 23.07.2010
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«Es gibt Momente im Leben, die bedrückend und belastend sind. Dieser Moment gehört nun sicherlich dazu. Es ist auch für mich nicht immer leicht, diesen Druck zu managen. Der Druck ist riesengross», sagte Bayern-Profi Ribéry zu einem «Bild»-Reporter, den er in sein Trainingscamp nach Südtirol bestellt hatte. Dort arbeitet er mit Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi und Physiotherapeut Gerry Hoffmann an seinem Comeback.
Um seine Karriere mache er sich aber keine Sorgen, behauptet Ribéry, der sich 2009 mindestens einmal mit der damals noch minderjährigen Prostituierten Zahia D. eingelassen haben soll. Auch Angst vor einer Verurteilung und den gesetzlich möglichen drei Jahren Haft weist der Fussballstar zurück. «Ich habe mir nichts bewusst zuschulden kommen lassen», wird er zitiert. Eine Formulierung, die stark nach Juristendeutsch klingt.
Ein Hilferuf in Interviewform
Wirklich Substanzielles wollte Ribéry nicht erzählen. Er schwärmt stattdessen vom guten Verhältnis zu seiner gehörnten Gattin und seinem Klub: «Meine Familie ist für mich da. Besonders meiner Frau möchte ich danken. Auch der ganze Verein stand und steht uneingeschränkt hinter mir. Das werde ich Bayern München nie vergessen. So einen Klub hatte ich noch nie. Auch Bayern München ist für mich eine Familie, die mich auffängt.»
Für die «Süddeutsche Zeitung» ist Ribérys Interview «ein einziger Schrei nach Hilfe, eine Beschwörung an sein Umfeld, ihn nicht fallen zu lassen». Es ist eine Formulierung, die den Nagel auf den Kopf trifft, denn die jüngste Entwicklung in der Zahia-Affäre ist für den französischen Internationalen alles andere als positiv. Inzwischen prüft auch die Münchner Staatsanwaltschaft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.07.2010, 10:06 Uhr

