Schweiz dank später Erlösung neuer Leader

Das Team von Ottmar Hitzfeld hat sich für die restlichen drei WM-Qualifikationsspiele (in Lettland, Luxemburg und gegen Israel) eine ausgezeichnete Ausgangslage erarbeitet.

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Torschütze und Abwehrchef Stéphane Grichting erhielt gegen Griechenland die besten Noten.
Bild: Reuters

   

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Schweiz - Griechenland 2:0 (0:0)

St.-Jakob-Park, Basel. - 38'500 Zuschauer (ausverkauft). - SR De Bleeckere (Be). - Tore: 83. Grichting 1:0. 88. Padalino 2:0.
Schweiz: Benaglio; Nef (61. Derdiyok), von Bergen, Grichting, Magnin; Padalino, Huggel, Fernandes (68. Yakin), Barnetta; Nkufo (81. Vonlanthen), Frei.
Griechenland: Chalkias; Papastathopoulos, Moras, Kyrgiakos; Vyntra, Patsatzoglou, Katsouranis, Spyropoulos; Salpigidis (46. Samaras), Charisteas (73. Papadopoulos), Amanatidis (81. Gekas).
Bemerkungen: Schweiz ohne Inler, Streller (beide verletzt), Lichtsteiner (gesperrt) und Leoni (auf der Tribüne), Griechenland ohne Karagounis und Torosidis (beide verletzt). 42. Gelb-rote Karte gegen Vyntra (Unsportlichkeit). 68. Benaglio lenkt Schuss von Spyropoulos an die Latte. Verwarnungen: 7. Vyntra. 65. Kyrgiakos. 83. Spyropoulos. 87. Magnin (alle wegen Fouls).

Gruppe 2: Israel - Lettland 0:1 (0:0). Moldawien - Luxemburg 0:0.

Rangliste (je 7 Spiele): 1. Schweiz 16. 2. Griechenland 13 (12:6). 3. Lettland 13 (11:6). 4. Israel 9. 5. Luxemburg 5. 6. Moldawien 2.

Im Spitzenspiel der Gruppe 2 im ausverkauften Basler St.-Jakob-Park gegen den punktgleichen Leader Griechenland, der das leichtere Restprogramm hat, kam das Team von Ottmar Hitzfeld zu einem etwas glückhaften 2:0-Sieg. Damit reichen der Schweiz in den verbleibenden drei Partien sieben Punkte, um sich als Gruppensieger für die WM 2010 in Südafrika zu qualifizieren. Innenverteidiger Stéphane Grichting traf sieben Minuten vor Schluss nach einem Freistoss des eingewechselten Hakan Yakin. Der Abwehrspieler von Auxerre krönte sein 30. Länderspiel mit dem ersten Tor im Dress der Nationalmannschaft. Auch für Marco Padalino, der in der 88. Minute nach einer Flanke von Captain Alex Frei ebenfalls per Kopf das 2:0 erzielte, war es der erste Länderspiel-Treffer (im 5. Spiel).

Die Schweiz rettete in der Schlussphase, was sie zuvor auf dem Weg war, trotz personeller Überzahl während mehr als einer Halbzeit - Vyntra hatte in der 43. Minute die gelb-rote Karte gesehen - fahrlässig zu verspielen. In 83 Minuten waren die Chancen an einer Hand abzuzählen gewesen: Ein Schuss (17.) und ein knapp verpasster Ablenker von Alex Frei (52.) sowie ein energischer Vorstoss von Tranquillo Barnetta blieben lange Zeit die einzigen Möglichkeiten des Heimteams.

Hitzfeld setzte alles auf eine Karte

Erst als Hitzfeld in der Schlussphase mit den drei Einwechslungen (Derdiyok, Yakin, Vonlanthen) alles auf die Karte Offensive setzte, schaffte es die SFV-Auswahl, das so wichtige positive Resultat einzufahren. Für Griechenland, das sich in der Rückwärtsbewegung zumeist mit allen Feldspielern hinter dem Ball befand, war es die erste Auswärtsniederlage in einem Qualifikationsspiel seit Oktober 2005 - und womöglich die entscheidende im Kampf um den Gruppensieg.

In der Schweizer Gruppe 2 hat Lettland für eine Überraschung gesorgt. Die Balten, die am nächsten Mittwoch in Riga die Schweiz empfangen, kamen auswärts gegen Israel zu einem überraschenden 1:0 und schlossen in der Tabelle zum Gruppenzweiten Griechenland auf.

Im Gegensatz zu den Letten, die weiterhin mit ihrer ersten WM-Teilnahme liebäugeln dürfen, steht Israel vor dem Aus. Das Team von Trainer Dror Kashtan, das im letzten Gruppenspiel am 14. Oktober noch in der Schweiz gastiert, liegt drei Runden vor Schluss bereits sieben resp. vier Punkte hinter den drei Spitzenteams zurück. Das Duell am Tabellenende zwischen Moldawien und Luxemburg endete 0:0. (fal/si)

Erstellt: 07.09.2009, 11:06 Uhr

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