Schweizer U-17 bezwingt Deutschland heroisch
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Schweiz - Deutschland 4:3 (1:1, 2:2) n.V.
Teslim Balogun, Lagos. - 16'500 Zuschauer. (Uru). - Tore: 35. Rodriguez 1:0. 39. Götze 1:1. 49. Seferovic 2:1. 78. Trinks 2:2. 101. Gonçalves 3:2. 116. Ben Khalifa (Foulpenalty) 4:2. 118. Malli 4:3.
Schweiz: Siegrist; Martignoni, Chappuis, Veseli, Rodriguez; Xhaka (112. Nimeley), Buff (89. Gonçalves), Kasami (84. Hajrovic), Kamber; Ben Khalifa, Seferovic. - 90. Rot gegen Hajrovic (Foul). 106. Gelb-Rot gegen Mustafi (Foul). Verwarnungen: 22. Zimmermann (Foul).
Am 8. November treffen die SFV-Talente nun im Viertelfinale mit Italien auf den nächsten Vertreter einer Top-Fussball-Nation. Der talentiertesten Junioren-Mannschaft seit 2002 ist nach vier Siegen in Serie nun alles zuzutrauen.
Zweimal entglitt den Schweizern der Vorteil. Die dritte Führung durch den FCZ-Joker André Gonçalves (101.) hingegen liessen sie sich nicht mehr entreissen. Trotz 30-minütiger Unterzahl (Rot gegen Hajrovic) gestand die SFV-Equipe dem Favoriten keine Rückkehr mehr zu. Im Gegenteil: Nassim Ben Khalifa (GC), der überragende Stürmer auf dem Platz, erhöhte in der 116. mit einem Foulpenalty auf 4:2. Mallis 3:4 (118.) kam aus deutscher Optik zu spät.
Slapstick-Treffer zum 1:1
Die Schweizer hatten vor allem in der Schlussphase der regulären Spielzeit zu leiden. Zunächst erzwang Trinks mit einem platzierten Freistoss den späten Ausgleich (78.). Dann verloren sie den kurz zuvor eingetretenen Sead Hajrovic wegen einer roten Karte. Rund eine Viertelstunde später traf es auf deutscher Seite auch Shkodran Mustafi wegen wiederholten Foulspiels.
Die Schweizer hatten die derzeit beste europäische U-17-Mannschaft in der ersten Hälfte mehrheitlich beherrscht und führten dank FCZ-Verteidiger Ricardo Rodriguez 1:0. Eine Slapstick-Szene genügte aber, um dem Gegner das unverhoffte Comeback zu ermöglichen. Captain Veseli zögerte nach einem langen Pass ohne Grund unendlich lange, bis Keeper Siegrist aus dem Tor eilte und einen Prellball verursachte. Profiteur Götze gelangte so ohne grossen Aufwand zum 1:1 (39.).
Auch nach der Pause diktierte Rysers Equipe das Geschehen bis zu den finalen Turbulenzen mehrheitlich. Dank Haris Seferovic, der im vierten Spiel sein drittes Turnier-Tor markierte (49.), setzte sie ohne Verzögerung den nächsten Akzent. Siegrist rückte in der 88. Minute in den Mittelpunkt, als er den «Matchball» von Scheidhauer entschärfte. (bru/si)
Erstellt: 10.11.2009, 13:23 Uhr

