Sion bekommt ein zweites Mal Recht
Aktualisiert am 05.10.2011 90 Kommentare
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Das Gericht in Lausanne entschied, dass die provisorische Spielbewilligung der sechs Spieler Mario Mutsch, Gabri, Pascal Feindouno, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Stefan Glarner aufrechterhalten bleibt und die Forfaitniederlagen in den Playoffs der Europa League gegen Celtic Glasgow, in denen einige Spieler eingesetzt worden sind, nicht rechtmässig sind.
Somit müssen die Walliser von der Uefa in die Gruppe I der laufenden Europa League mit Udinese, Rennes und Atletico Madrid reintegriert werden. Sollte dies geschehen, würden die Sittener die sechs Partien zwischen dem 18. Dezember und dem 16. Februar austragen. Diesen Zeitraum hatte die Uefa bereits letzte Woche nach der Anhörung beider Parteien vor dem Gericht festgelegt.
Fifa stärkte der Uefa den Rücken
Im weiteren entschied das Gericht, dass die Uefa 21'400 Franken für die Verfahrenskosten bezahlen sowie 33'000 Franken dem FC Sion überweisen muss. Zudem wird sie pro Tag mit 1000 Franken gebüsst, sollte sie der Forderung des Gerichts erneut nicht nachkommen.
Die Uefa, welche die bisherigen Entscheide des Waadtländer Kantonsgerichts ignoriert hatte, nahm Notiz vom jüngsten Urteil, äusserte sich aber noch nicht dazu. Dafür nahm die Fifa deutlich Stellung und stärkte der Uefa den Rücken. Der Weltverband stützt den Entscheid, wonach die sechs von Sion in der letzten Transferperiode verpflichteten Spieler nicht spielberechtigt sind. Zudem wies die Fifa in einem Communiqué den Schweizer Fussballverband (SFV) an, den Entscheid der Berufungskommission der Swiss Football League (SFL) zu vollstrecken.
Statuten akzeptieren
Dieser sei nun rechtskräftig, nachdem der FC Sion am letzten Montag seinen Rekurs beim Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) zurückgezogen hat. Zudem wies sie den SFV an, seinen Pflichten nachzukommen und dafür zu sorgen, dass seine Mitglieder die Statuten und Reglemente der Fifa-Organe akzeptieren. Sowohl Fifa-Präsident Joseph Blatter als auch Uefa-Präsident Michel Platini haben aufgrund ihrer Nationalität und ihrer Beteiligung am Fall auf ein Mitwirken am Verfahren verzichtet. (wid/si)
Erstellt: 05.10.2011, 21:15 Uhr
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90 Kommentare
Ich freue mich für Sion, die es wagen gegen die allmächtige UEFE resp. FIFA die Stirn zu bieten. Wir leben ja nicht in einem Rechtsfreien Staat wo sich die mächtigen des Fussballs aufführen können wie sie wollen. Bezahlt erst mal Steuern, dann können wir wieder darüber reden. Unobjektiv, dafür für die Schwächeren... Antworten
nimmt mich echt wunder, ob UEFA und FIFA die Entscheide eines Zivilgerichtes akzeptieren, bzw. anerkennen, alles andere würde einer Anarchie im Fussball gleichkommen. Bislang haben diese beide Organisationen alles ignoriert, was zivilgerichtlich entschieden wurde. Antworten


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