So tricksen die Wettbetrüger
Milliardengeschäft: Wetten auf Sportereignisse.
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Wettskandal
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Wettbetrug ist in Deutschland trotz Verboten und Alarmsystem Gang und gäbe. Gemäss dem deutschen Bundeskriminalamt sitzen viele der Drahtzieher in der Landeshauptstadt Berlin. Die Wettbetrüger seien gut vernetzt und oft in Banden organisiert.
«Manipuliert werden Spiele unterer Ligen, die stehen nicht so im Fokus der Öffentlichkeit», erklärt ein Insider gegenüber der «Berliner Morgenpost». Der junge Mann war Mitglied der Berliner Szene, stieg aber angeblich nach dem Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer aus.
Oft wird erpresst
Die Spieler, Trainer oder Schiedsrichter zu bestechen, ist ihm zufolge aber nur eine Strategie der Betrüger. Nicht selten sei auch Erpressung im Spiel: «Man hat irgendetwas gegen einen Spieler in der Hand, mit dem man ihn unter Druck setzen kann», so der Insider, zum Beispiel Informationen über hohe Schulden, regelmässige Besuche in Bordellen, eine Geliebte oder homosexuelle Neigungen.
Auch würde schon lange nicht mehr nur auf Ergebnisse gewettet. «Man kann bei bestimmten Anbietern auch darauf wetten, dass etwa in einem Spiel X die Gastmannschaft in der 65. Minute einen Freistoss bekommt oder in der 78. Minute einen Eckball.» Das erleichtere einen Betrug ungemein, da der bestochene oder erpresste Spieler nicht für ein bestimmtes Endergebnis sorgen müsse. Es reiche, wenn er zur vorgegeben Zeit den Freistoss oder Eckball verursache, auf den gewettet wurde.
Experten schätzen, dass in Deutschland jährlich rund drei Milliarden Euro bei Sport- und Pferdewetten umgesetzt werden. (reh)
Erstellt: 23.11.2009, 10:53 Uhr








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