Sport

Spaniens grösste Herausforderung nach dem grössten Triumph

Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 14.07.2010

Nationalcoach Vicente del Bosque glaubt, dass die Selección den Weltfussball auf absehbare Zeit dominieren wird. Doch bis zur WM 2014 muss Spanien zahlreiche Schlüsselpositionen neu besetzen.

Was kommt jetzt? Mit Puyol hat Spanien eine Säule des Teams verloren.

Was kommt jetzt? Mit Puyol hat Spanien eine Säule des Teams verloren.
Bild: Keystone

Mit Abwehrchef Carles Puyol (32) hat am Mittwoch bereits ein wichtiger Pfeiler des spanischen Weltmeister-Teams seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Zumindest Joan Capdevila, der Verteidiger wird wie Puyol 2014 schon 36 Jahre alt sein, dürfte bald folgen. Mittelfeldstar Xavi feiert im Jahr der nächsten Endrunde seinen 34. Geburtstag, David Villa den 33. Auch Xabi Alonso hat Jahrgang 1981 und steht damit auf der Kippe für die Titelkämpfe 2014 in Brasilien.

Spätestens nach der EM 2012 sollten die Spanier also mit dem Umbau ihrer Equipe beginnen, wollen sie dem Weltmeister-Fluch entgehen. Italien ist das jüngste Beispiel dafür, dass auch eine goldene Generation zu rosten beginnen kann: Der Weltmeister von 2006 scheiterte mit einem überalterten und satten Team schon in der Vorrunde. Dem Titelträger von 1998, Frankreich, erging es 2002 nicht besser. Brasilien scheiterte 2006 nach dem WM-Triumph 2002 mit einem übergewichtigen Ronaldo im Viertelfinal.

Erinnerungen an Beckenbauers falsche Prognose

Del Bosques Prognose, Spanien werde den Weltfussball mittelfristig dominieren, erinnert an eine ähnliche Prophezeiung von Franz Beckenbauer. «Unsere Nationalmannschaft wird auf Jahre hinaus unschlagbar sein», verkündete der «Kaiser» 1990 nach Deutschlands 1:0-Finalsieg über Argentinien.

Die Realität entwickelte sich anders. Geblendet vom EM-Triumph 1996 in England, schlitterten die Deutschen Ende der 90er-Jahre in eine epochale Krise, von der sie sich erst 2006 mit dem Halbfinal-Einzug an der Heim-WM wieder erholten. Der WM-Final 2002 war nur ein Strohfeuer, die beiden erfolglosen Europameisterschaften 2000 und 2004 (K. o. in der Vorrunde) spiegelten die damalige Realität beim DFB weit besser wider.

Heute stehen die Deutschen dank eines radikalen Umdenkens im Verband und der glänzenden Arbeit des Technischen Direktors und einstigen Hitzfeld-Schützlings Matthias Sammer vor einer verheissungsvollen Zukunft. Ausser Verteidiger Arne Freidrich (1979 geboren) und Torjäger Miroslav Klose (1978) ist keiner der deutschen WM-Leistungsträger über 26 Jahre alt. Und es folgen weitere starke Jahrgänge: U17, U19 und U21 des DFB sind allesamt amtierende Europameister. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.07.2010, 13:35 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 16:40
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Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Bolelli - Nadal
28.0511:00Federer - Kamke
Stand: 25.05.2012 15:24
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