Schiedsrichter zeigt 18 Spielern die rote Karte – vom gleichen Team
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 25.03.2009
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Dass es in Südamerika zuweilen auch auf den Feld nicht nur technischen Fussball zu sehen gibt und es ruppiger zu und her geht, ist auch an dieser Stelle schon gezeigt worden. Doch was am vergangenen Samstag in Bolivar, rund 330 km östlich von Buenos Aires, passierte, ist selbst für argentinische Verhältnisse ungewöhnlich.
Die Barracas führten nach einer Stunde 3:0, als es zu den Ausschreitungen zwischen dem Gästeteam und einigen Zuschauern kam. Angeblich sollen drei Spieler und vier Personen vom Staff auf die Provokationen lokaler Fans reagiert haben. Die Situation eskalierte blitzschnell und in kürzester Zeit waren alle Spieler von General Lamadrid darin verwickelt, um ihre Teamkollegen zu unterstützen.
22 roten Karten in Uruguay
Der Schiedsrichter sah sich, nachdem der Konflikt sich etwas beruhigt hatte, gezwungen, allen 18 Gästespielern (!) die rote Karte zu zeigen. Die Partie musste folglich abgebrochen werden. Mindestens sieben Spieler müssen gemäss Reglement auf dem Feld stehen. Und im nächsten Spiel wird Lamadrid mit ausschliesslich Reservespielern antreten.
Nun ganz neu ist ein solches Vorkommnis indes nicht. In der uruguayischen Meisterschaft endete 1990 das Montevideo-Derby zwischen Peñarol und Nacional mit 22 Platzverweisen, weil es zwischen allen Spielern auf dem Feld zu einem handfesten Streit gekommen war. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.03.2009, 12:48 Uhr

