Spinnefeind: Benitez und Ferguson geraten sich in die Haare

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 22.03.2010

Sie können sich nicht ausstehen, Alex Ferguson und Rafael Benitez. Und nach der Niederlage von Liverpool am Sonntag gegen Man United ist der Zorn von Benitez noch grösser.

Quelle: BBC

Torres kickt den Punkt weg

Dossiers

Artikel zum Thema

Stichworte

Liverpool hatte seinen Traumstart im Old Trafford, als Fernando Torres nach nur fünf Minuten per Kopf zur Führung traf. Doch, was folgte, gefiel dann Rafael Benitez, dem Trainer der Reds, überhaupt nicht. Erst glich Wayne Rooney im Penaltynachschuss zum 1:1 aus, dann sorgte Park Ji-sung mit seinem Hechtköpfler für den 2:1-Sieg von Man United und rote Köpfe bei den Reds.

Benitez ärgerte sich nach dem Spiel vor allem über die Penaltyszene. «Wir kennen den Einfluss von Sir Alex», monierte der Spanier. Dass Schiedsrichter Howard Webb das Zupfen von Javier Mascherano gegen Antonio Valencia in den Strafraum verlegte, schob Benitez dieser Einflussnahme zu.

Ohnehin wollte der Liverpool-Trainer gar kein Foul gesehen haben. «Ich habe drei Wiederholungen aus drei Perspektiven gesehen und mindestens eine ist komisch. Schauen Sie die Wiederholungen selber an und wie er (Valencia) fällt», so Benitez. Ob er es als Schwalbe bezeichnen würde, wurde er daraufhin gefragt: «Ja, ich sehe das so. Es gibt zwar Kontakt, aber die Art, wie er fällt. Das war eigenartig.»

Torres kickte Penaltypunkt weg

Unmittelbar nach der umstrittenen Szene, in der Alex Ferguson den Penalty nicht im Geringsten anzweifelte, sondern die rote Karte für Mascherano forderte, kam es an der Seitenlinie zum kurzen Wortgefecht zwischen den beiden Trainern. «Wenn man verschiedene Meinungen hat, dann muss diese auch zum Ausdruck bringen», so Benitez. «Und es ist ja bekannt, dass er (Ferguson) zu allem seine eigene Meinung hat.»

Ferguson war in der Tat der Meinung, dass Mascherano als letzter Mann auch die roten Karte hätte sehen müssen. «So ist die Regel», meinte der Schotte, der mit seinen Meinungen auch schon für mehrere Kontroversen gesorgt hatte. Und es dürfte Ferguson ebenso wenig entgangen sein, dass Fernando Torres vor Rooneys Penalty den Punkt förmlich weggetreten hatte und der Bestrafung entgangen war.

«Jeden Freitag in jedem Jahr»

Seit 2004 leitet Benitez die Geschicke an der Anfield Road – und seit dem Sieg der Champions League in jenem denkwürdigen Final 2005 in Istanbul gegen die AC Milan gewann er mit den Reds keinen bedeutenden Titel mehr. Vielmehr wurde der Schatten von Manchester United und Alex Ferguson grösser. Mit dem letzten Meistertitel egalisierte Man United die Zahl von 18 gewonnen Meisterschaften, Liverpool droht der Verlust des Titels englischer Rekordmeister.

In diesen sechs Jahren entwickelte sich zwischen Benitez und Ferguson eine Feindschaft, die ihresgleichen sucht. Immer wieder beschwert sich der Spanier über Verhalten des Schotten in der Presse. Nur Ferguson werde für sein Verhalten gegenüber Offiziellen nicht bestraft monierte er einst.

Und auch gestern lamentierte Benitez darüber, weil sich Ferguson zwei Tage vor dem Spiel gewundert hatte, dass Steven Gerrard für sein Ellbogenschlag gegen Portsmouth nicht bestraft worden war. «An diesem Freitag hat er das gesagt? Welchen Freitag. Diesen Freitag oder jeden Freitag? Oder jeden Freitag in jedem Jahr?», rief er erzürnt in die Runde. «Wir kennen den Einfluss von Sir Alex auf alles, aber die Schiedsrichter sind sehr professionell.»

«Es muss ein Vogel gewesen sein»

Doch nicht nur der Penalty und das Verhalten von Ferguson ärgerte Benitez. Torres habe es «nicht einfach» gehabt, führte er aus. Und zynisch gar die Bemerkung zur Szene, in der Gary Neville Maxi Rodriguez mit dem Schuh (unabsichtlich) am Kopf getroffen und dem Argentinier eine blutende Wunde zugefügt hatte. «Es muss ein Vogel am Himmel gewesen sein», führte er verbittert aus.

Aber Freunde hat sich Benitez in der Premier League ohnehin nur wenige gemacht. Als José Mourinho bei Chelsea gehen musste, gaben Ferguson und Arsène Wenger einen Kommentar ab; Benitez verzichtete. «Es ist bekannt, was ich für ein Verhältnis mit ihm habe.» Und auch mit Sam Allardyce, einem anderen langjährigen Trainer in der Premier League, legte sich Benitez schon an. Es scheint nicht selten, dass sich Benitez mehr an diesen Streitigkeiten aufreibt, als Liverpool nach vorne bringt. Würde seine Entlassung den Verein nicht über 20 Millionen Franken kosten, müsste sich Benitez schon länger nicht mehr über Ferguson ärgern. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.03.2010, 12:16 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 16:40
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Bolelli - Nadal
28.0511:00Federer - Kamke
Stand: 25.05.2012 15:24
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden

Sport

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Sport

Telefonbuch

Marktplatz

Umfrage

Fifa-Präsident Sepp Blatter erwägt die Abschaffung des Penaltyschiessens. Würden Sie das begrüssen?