Tausche Hitzfeld gegen Koller
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 10.10.2011 86 Kommentare
Umfrage
Ist Ottmar Hitzfeld der richtige Trainer für das Schweizer Fussball-Team?
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872 Stimmen
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EM Qualifikation Grp. G
10. Runde
| 11.10. | Bulgarien - Wales | 0 : 1 |
| 11.10. | Schweiz - Montenegro | 2 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | England | 8 | 5 | 3 | 0 | 17:5 | 18 |
| 2. | Montenegro | 8 | 3 | 3 | 2 | 7:7 | 12 |
| 3. | Schweiz | 8 | 3 | 2 | 3 | 12:10 | 11 |
| 4. | Wales | 8 | 3 | 0 | 5 | 6:10 | 9 |
| 5. | Bulgarien | 8 | 1 | 2 | 5 | 3:13 | 5 |
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Im Vorfeld des bedeutungslos gewordenen letzten Spiels gegen Montenegro ist die Fussball-Schweiz damit beschäftigt, die Scherben der missratenen EM-Kampagne zusammenzukehren. Spätestens bis zum Qualifikationsbeginn zur WM 2014 in Brasilien muss jemand aus dem Scherbenhaufen wieder eine schlagkräftige Einheit formen. Ginge es nach dem Willen der Fans, würde dieser Jemand auf keinen Fall Ottmar Hitzfeld heissen. Der Lörracher, der einst wie ein Messias begrüsst und nach dem 1:0 im WM-Auftaktspiel gegen Spanien mit dem Übernamen «Gottmar» bedacht worden war, hat mit uninspiriertem Fussball und floskelhaften Ausreden den Zorn der Fussball-Nation auf sich gezogen.
«Dann hätten wir den idealen Coach»
«Wenn Hitzfeld wirklich Grösse hat, tritt er zurück. Es ist nun wirklich an der Zeit, einen Totalumbruch einzuleiten», schreibt Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Leser Felix Meier stellvertretend für das Heer der Unzufriedenen. Leider, so merkt er an, stünden die geeignetsten Kandidaten für Hitzfelds Nachfolge anderweitig unter Vertrag: Christian Gross (YB), Lucien Favre (Mönchengladbach) und Marcel Koller (Nationalteam Österreich). Meier würde gerne einen Tausch Hitzfeld/Koller sehen: «Dann hätten die Österreicher ihren Welttrainer und wir den idealen Coach für die Schweiz.» Womöglich würden die Österreicher sogar einschlagen, bemängelten sie doch schon vor Kollers erstem Arbeitstag dessen angeblich zu geringes Rendement für den Job beim Österreichischen Fussballbund.
Kaum einer von Hitzfelds Kritikern bestreit, dass der Mann, der mit Dortmund und den Bayern die Champions League gewann, ein grosser Klubtrainer war. Als starker Mann beim Schweizerischen Fussballverband habe er aber bislang eine schwache Figur abgegeben. «Die Zukunft wird weisen, ob Hitzfeld auch ein Nationalcoach ist oder eben nur ein Vereinstrainer, der mit fertigen Starspielern etwas erreichen kann», schreibt Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Leser Hans Zimmermann. «Hitzfeld ist über den Zenit seines Könnens hinaus, Flexibilität sieht anders aus. Zudem verstrickt er sich mehr und mehr in Widersprüche. In einem wichtigen Spiel auf unerfahrene Spieler (Klose, Rodriguez) zu setzen, hat er einst strikt abgelehnt, dafür seien Testspiele da», findet Thomas Kuhndt.
«Im besten Fall Tippkick für Anfänger»
Die These von Jörg Müller, Hitzfeld brauche wie jeder Handwerker das passende Werkzeug, sprich fähige Spieler, will Walter Gräni in der Leser-Diskussion nicht gelten lassen. «Ein wirklich guter Handwerker macht auch mit schlechtem Werkzeug noch etwas Vernünftiges», schreibt er.
«Es fehlt an Intelligenz und taktischer Einstellung beim Trainer und in der Mannschaft», urteilt George Lutiger. «Was diese Truppe bietet, ist im besten Fall Tippkick für Anfänger», fügt Markus Lindemann an, während Pascal Bosshard einen Vergleich zum Tennis zieht: «Roger Federer kommentiert Niederlagen selbstkritisch und anerkennt den Gegner. Und die Schweizer Nati? Faule Ausreden, sich als Pechvögel hinstellen, kein Wort, dass Wales stark aufgetreten ist und schlicht besser war. Adieu Hitzfeld, mir stinkt es gewaltig.»
Hitzfeld und die Eitelkeit der Funktionäre
Rolf Junker denkt nach dem sportlichen Bankrott an Ottmar Hitzfelds Vorgänger zurück. «Es freut mich ganz besonders, dass der kleine Köbi Kuhn der erfolgreichste Trainer der letzten 50 Jahre sein wird. Und das noch für einen Bruchteil des Salärs eines O.H.», hält er fest. «Die Verpflichtung von Hitzfeld war von Anfang an ein Fehler und mehr durch die Eitelkeit einiger Verbandsfunktionäre motiviert als durch sachliche Analyse», wirft Hans Herbst ein. Hitzfeld sei weder ein Visionär noch einer, der die beharrliche Knochenarbeit mit einem Team auf sich nehme. «Hitzfeld hat sich eine goldene Pension gesichert, fussballerisch ist er stehen geblieben. Ein junger und dynamischer Trainer ist das, was die Jungs brauchen», befindet Hugo Lötscher.
José Buetler wünscht sich einen Spieler ins Nationalteam zurück, dem Hitzfeld kaum einmal das volle Vertrauen geschenkt hatte. «Ein Hakan Yakin hätte dieser Mannschaft gut getan und etwas Kreativität gebracht», schreibt er über den Regisseur des FC Luzern, der im Winter zu Bellinzona in die Challenge League wechseln wird. Karl Dudler suchte die spielerische Klasse während des Spiels der Schweizer in Wales im deutschen Fernsehen, das die Partie Türkei gegen Deutschland übertrug: «Hier konnte man Ideen sehen, wie man als Angreifer das Spiel öffnet.»
Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere Schweizer sich vor dem Kehrausspiel gegen Montenegro diese Szenen auch ansieht und darin Inspiration findet. So könnte die lästige Pflichtaufgabe doch noch zu einem versöhnlichen Ende der EM-Qualifikation werden und ein wenig Hoffnung für die WM-Kampagne machen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.10.2011, 08:49 Uhr
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86 Kommentare
Wie schnell doch der durchschnittliche Sesselpfurzer mit Kritik beid er Hand ist, sobald die Erfolge ausbleiben ist erstaunlich. Dabei hat Hitzfeld einen Scherbenhaufen übernommen, mit einer Diva als Kaptain und noch ein paar anderen Möchtegernstars. Der Umbruch ist im vollen Gange. Ich frage mich warum ein Inler in der Nati Fehlpassorgien verursacht, während er in der Liga Topleistung bringt?! Antworten
Haltet Hitzfeld! Er ist derjenige, der die Jungen spielen lässt und der erst in Zukunft erfolg haben kann. Man kann nicht innerhaldb eines Jahres mit so vielen neuen Jungen (unerfahrenen) Spielern Erfolg haben. Er ist einer der Besten Trainern der Welt und ich bin mir ganz sicher das er in 2 Jahren mit dieser Mannschaft Erfolg haben wird. Er ist ein Genie und er ist goldwert für uns. BLEIB OTTMAR Antworten



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