Trainer schickt Profi-Fussballer zur Müllabfuhr
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 21.07.2010
Auf Geheiss von Trainer Matthias Maucksch (123 Bundesligaspiele für Dresden und Nürnberg) absolvierten die Dynamo-Profis einen achtstündigen Dienst in der Müllentsorgungskolonne ihres Hauptsponsors Veolia. Bereits morgens um 5.30 Uhr ging es los. Die einen sammelten mit dem grossen Transporter in der Stadt insgesamt 100 Container ein, die anderen sortierten im Depot die Abfälle.
«Die Maden haben gejubelt, als sie mich gesehen haben»
«Mich hat es mehrmals gewürgt. Das ist kein Zuckerschlecken. Ich ziehe den Hut vor den Leuten, die das jeden Tag machen», sagte Verteidiger Dennis Bührer, der zur Fraktion der Sortierer zählte. «Die Maden haben gejubelt, als sie mich gesehen haben. Die kriegen ja schliesslich auch nicht jeden Tag einen Dynamo-Spieler zu Gesicht», scherzte Torhüter Axel Keller.
Trainer Maucksch und Sponsor Veolia hoffen, dass der Ausflug den Kickern gezeigt hat, wie privilegiert sie sind. Im Kampf um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga kann Dynamo Dresden nur topmotivierte Spieler gebrauchen. Sonst wird die Erwartungshaltung der treuen Fangemeinde (2009/10 kamen im Schnitt rund 15'000 zu den Drittliga-Partien) erneut enttäuscht. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.07.2010, 15:08 Uhr

