Trauzeuge Netzer erklärt die Siezfreundschaft zu Delling
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 15.07.2010
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Löw bedankte sich bei Netzer für dessen objektive Analysen. Die Zusammenarbeit habe ihm stets viel Freude bereitet. Er habe Netzer wegen dessen Fachkompetenz immer ausserordentlich geschätzt. «Ich bedauere, dass er seinen Rücktritt erklärt hat», so Löw.
Tagesanzeiger.ch/Newsnet war das erste Medium, das am vergangenen Freitag die Siezfrage um das ARD-Duo Günter Netzer und Gerhard Delling vor dem letzten gemeinsamen Auftritt schlüssig beantwortet hatte. «Die Chance, dass ich Delling das Du anbiete, ist gleich null», prophezeite Netzer. Der Weltmeister von 1974 hielt tatsächlich Wort. Rund 20 Millionen TV-Zuschauer warteten am Samstag gespannt darauf, ob Netzer seinem jüngeren Kollegen nach zwölf Jahren vor der Kamera endlich das Du offerieren würde. Die Antwort lautete nein. Es geschah weder im Studio noch hinterher im Hotel Radisson in Johannesburg, wo Netzer an der Bar verabschiedet wurde.
«Wir haben irgendwann den Zeitpunkt verpasst», erklärt Netzer seine konsequente Haltung gegenüber Delling. Das sei nach einer so langen Zeit zwar ungewöhnlich. «Aber bei Du und Sie kommt es darauf an, wie man das lebt. Und wir leben das Sie ganz hervorragend», sagt Netzer. Dabei bleibe es auch. Duzen oder Siezen seien Äusserlichkeiten, «die bei uns nie eine Rolle gespielt haben», versichert er. Da spielt es offenbar auch keine Rolle, dass Netzer Dellings Trauzeuge ist.
Netzer schliesst ein TV-Comeback kategorisch aus
Netzer denkt, dass er nach zwölf Jahren Fernsehen problemlos abschalten könne. «Ich werde keine Entzugserscheinungen haben, weil ich, wie immer in meinem Leben, einen solchen Schritt voller Überzeugung gehe», verrät der ehemalige GC-Star, der seit fast zwanzig Jahren in Zürich wohnt. Ein Comeback bei einem anderen TV-Sender schliesst er kategorisch aus. «Dazu wird es nicht kommen.» So wenig wie das Du mit Delling. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.07.2010, 09:50 Uhr

