Tristesse ohne Ende

Der FCZ verliert schon wieder daheim – 0:1 gegen YB diesmal. Hoarau erzielte das goldene Tor für die glücklichen Berner.

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Immerhin Applaus bekamen sie – wenn schon die Punkte ausblieben. Ein wenig Trost von jenen, die ihnen immer beistehen. Die auch dann zahlreich kommen, wenn Tristesse herrscht: die Fans in der Südkurve.

Die Tristesse. Sie zieht sich hin beim FCZ. Zum zweiten Mal in Folge verlor er daheim 0:1. Zum dritten Mal in vier Partien seit der Winterpause gelang ihm kein Tor. Erhalten die Zürcher keine Schützenhilfe, sind sie heute Abend wieder Tabellenletzter. Derart angeschlagen, reisen sie am Mittwoch für den Cup-Halbfinal nach Sitten.

YB hingegen wurde für eine bescheidene Leistung reich belohnt: Zwei Chancen und ein Treffer von Guillaume Hoarau genügten den Bernern, um drei Punkte und zum zweiten Mal in Serie zu gewinnen. Coach Adi Hütter tadelte: «Es war eine Abwehrschlacht. Spielerisch hätten wir besser sein können.»

Mit etwas Rückenwind waren beide Teams in die Partie gegangen. Der FCZ, weil er beim 0:0 vor Wochenfrist in Lugano ansprechend gespielt hatte, nur die Tore nicht erzielt hatte. Und genauso YB nach einem 2:1 im Kantonsderby gegen Thun. Das genügte bei beiden Clubs schon für Morgenröte.

Chancen? Fehlanzeige

Von Aufwind war dann wenig zu sehen. Die 7747 Zuschauer im Letzigrund wurden Zeugen einer ersten Halbzeit ohne Höhepunkte. Von einem Spiel ohne Unterhaltungswert. Kerschakow schoss über das Tor, und sah eine weitere ­Abgabe von Lecjaks vor der Linie abgewehrt. Und auf Berner Seite zielte Kubo wenigstens ansatzweise Richtung Tor. Dann pfiff Schiedsrichter Klossner zur Pause. Keiner im Stadion nahm es ihm übel.

Chancen? Oder einfach einmal eine gelungene Aktion? Irgendwelche Ideen? Fehlanzeige.

Das änderte sich, als bei YB nach der Pause Gerndt kam, und es änderte sich schlagartig. In der 50. Minute zwang der Schwede FCZ-Goalie Favre zu einer Parade und verwertete Hoarau den Abpraller zur Berner Führung. Wenig später scheiterte Gerndt nochmals an Favre. In den 13 Minuten nach seiner Einwechslung hatte er mehr bewirkt als alle Kollegen und Gegner in einer ganzen Halbzeit.

Der Schlusspfiff als Höhepunkt

Das Spiel flachte danach wieder ab. Die Young Boys taten nichts mehr für die Partie – jedoch war auch das Heimteam nicht zu einer Leistungssteigerung fähig, die sich ausbezahlt hätte. Der FCZ blieb im Zentrum ohne Wirkung, und seinen Offensivkräften fehlte jede Durchschlagkraft. Ein halbes Dutzend Standardsituationen bot sich den Zürchern in der Schlussphase in Strafraumnähe. Keine davon sorgte für Torgefahr. Keinen einzigen Schuss hatte Yvon Mvogo in der zweiten Halbzeit abzuwehren.

«Scheiss YB» fiel den Fans in der Südkurve zur unerfreulichen Sache ein.

Dann pfiff der Schiedsrichter ab. Es war höchste Zeit.

Telegramm: Zürich - Young Boys 0:1 (0:0).
7747 Zuschauer. – SR Klossner.
Tor: 50. Hoarau (Gerndt) 0:1.
Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi (87. Turkes), Kukeli; Bua, Grgic, Buff (65. Koné); Kerschakow.
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Gajic (87. Sanogo), Zakaria; Ravet (79. Bertone), Kubo, Sulejmani (46. Gerndt); Hoarau.
Bemerkungen: Zürich ohne Nef, Vinicius (beide gesperrt), Alesevic, Schönbächler, Etoundi und Kleiber (alle verletzt). Young Boys ohne Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic und Zulechner (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 27.02.2016, 23:01 Uhr)

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