US-Journalist will Blatters Chefsessel
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 05.05.2011 18 Kommentare
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Am 1. Juni stellt sich Sepp Blatter dem Fifa-Kongress zur Wiederwahl. Einen engagierten Gegenkandidaten, der seine vierte Amtszeit verhindern könnte, hatte der 74-jährige Walliser bislang nicht. Der US-Journalist Grant Wahl möchte dies nun aber ändern. Wahl findet, dass das Insider-Imperium Fifa dringend einen Outsider brauche – nämlich ihn selbst. Nur so könne der Fussball-Weltverband den Filz los- und wieder ein Repräsentant des Volkswillens werden. Wenn Blatter die Fussballgemeinde auffordere, ihm zu vertrauen, sei dies dagegen, als würde man den Tour-de-France-Sieger bitten, das internationale Anti-Doping-Programm zu beaufsichtigen. Die Fifa, die in den letzten 37 Jahren nur zwei Präsidenten hatte, sei etwa so transparent, wie das Regime von Hosni Mubarak in Ägypten es war.
Grant Wahl müsste bis am 1. April einen Mitgliedsverband finden, der ihn dem Fifa-Kongress als Blatter-Nachfolger vorschlägt. Bei diesem Verband könnte es sich auch um Äquatorialguinea oder Papua-Neuguinea handeln, bemerkt der «Sports Illustrated»-Autor süffisant. Er stehe als Sportjournalist zudem in einer grossen Tradition. Immerhin übte auch Robert Guérin (1876–1952), zwischen 1904 und 1906 erster Präsident der Fifa, diesen Beruf aus. Es folgten zwei weitere Ex-Schreiber auf dem Chefsessel, einer von ihnen heisst Sepp Blatter.
«Heilt die Blatter-Krankheit»
Das Programm des Blatter-Herausforderers Wahl umfasst die folgenden Schlüsselforderungen:
1. Videobeweis für strittige Tor-Entscheide
2. Nur noch die besten Schiedsrichter für die WM-Endrunde, ohne Nationenbeschränkung
3. Keine gelbe Karte mehr für das Ausziehen des Trikots beim Torjubel
4. Veröffentlichung aller internen Dokumente
5. Ernennung einer Frau zur Generalsekretärin
Auch um Wahlsprüche ist der 37-Jährige nicht verlegen. «Ich bin das Anti-Sepptikum für die Fifa», «Heilt die Blatter-Krankheit» oder «Kickt ihn raus» lauten seine Vorschläge. Wie würden Sie die Kampagne gegen Blatter betiteln? Teilen Sie es uns mit!
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.02.2011, 13:53 Uhr
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18 Kommentare
Ein FIFA-Präsident der die WM nach Qatar vergibt (warscheinlich weil er genug Geld für dies erntete) gehört hochkantig aus dem Amt genommen. Sepp Blatter ist ein Diktator und dazu noch ein Scham für unsere Nation!!
Adieu, Ciao Sepp, never see you again!
Es soll eine junge Persönlichkeit die Nachfolge unter ganz anderen Vorzeichen antreten.
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Fifa-Spitze auswechseln ist auf jeden Fall dringends nötig. Jedoch nicht mit diesem Schaumschläger. Wobei sein Program sehr gute Punkte beinhaltet. Ein ernst zu nehmender Gegner könnte damit durchaus punkten, jedoch die Wahl nicht gewinnen. Da hat Blatter mit ein paar Millionen bereits vorgesorgt. Notabene aus der Fifa-Porto-Kasse. Antworten

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