Im Ernstfall gibt es eine Geister-EM

Was, wenn während der Fussball-EM plötzlich Terrorgefahr herrscht? Die Uefa bestätigt erstmals das Vorgehen im Notfall. Das sind ihre Pläne.

Am 10. Juni wird die EM eröffnet: Polizisten vor dem Stade de France, während den Attacken in Paris im November 2015.

Am 10. Juni wird die EM eröffnet: Polizisten vor dem Stade de France, während den Attacken in Paris im November 2015. Bild: Michel Euler/Keystone

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100 Tage vor dem Eröffnungsspiel der EM-Endrunde 2016 in Frankreich wartete die Uefa mit einer brisanten Nachricht auf. Bei konkreten Anzeichen von Terrorgefahr könnte sie auf einen alternativen Spielplan zurückgreifen, sozusagen auf einen Plan B zum Ablauf des Turniers.

Offenbar hat die Uefa verschiedene Varianten in der Schublade. «Es ist möglich, dass Spiele verschoben oder verspätet angepfiffen werden. Oder dass Partien kurzfristig in andere Stadien verlegt werden oder unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden», sagte Uefa-Turnierdirektor Martin Kallen gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

«Wenn es eine vollständige und strikte Kontrolle aller Zuschauer braucht, ist es nicht möglich, alle Leute ins Stadion zu bringen», so der Berner Oberländer, der bereits bei den EM-Endrunden 2004 (Portugal), 2008 (Schweiz/Österreich) und 2012 (Polen/Ukraine) Turnierdirektor der Uefa gewesen war.

«Auf alles vorbereitet»

Die UEFA-Verantwortlichen und die zuständigen Behörden in Frankreich gehen vor der EM alle möglichen Szenarien durch, nachdem es am 13. November 2015 beim Testspiel Frankreich gegen Deutschland im Stade de France und in der Innenstadt von Paris zu Terrorattacken gekommen war. Aktuell stuft Kallen die Gefahr für Terroranschläge jedoch als klein ein. «Im Moment gibt es keine Anzeichen für eine spezielle Bedrohung. Doch wir wollen auf alles vorbereitet sein.»

Die EM wird am 10. Juni im Stade de France in Paris mit der Partie Frankreich gegen Rumänien eröffnet, der Final findet ebenfalls dort statt.

(Erstellt: 01.03.2016, 20:04 Uhr)

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