Sport

«Unser Ziel ist der Final»

Aktualisiert am 10.11.2009

In der Schweizer U-17-WM-Equipe steckt eine Menge offensiver Qualität. Sie ist vergleichbar mit jener Auswahl, die 2002 den EM-Titel gewann.

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Ein Trainer und sein Team: Dani Ryser mit der U17.
Bild: Keystone

   

Wenn die Schweizer Talente im Einsatz stehen, sitzen immer auch diverse Vertreter von europäischen Top-Klubs auf der Tribüne. Die Scouts haben die Entwicklung potenzieller Stars früh im Auge. Und für die SFV-Juwelen interessieren sie sich speziell. Mehr Spektakel hatte an der U-17-WM bislang kaum eine Equipe zu bieten. Weder Mexiko (0:2), noch Japan (3:4) oder Brasilien (0:1) fand gegen Dany Rysers Auswahl ein Mittel.

Die magistrale Bilanz kommt nicht völlig unerwartet. Schon an der vergangenen U-17-EM in Deutschland hatten die Schweizer mit Italien, Frankreich und Spanien die Junioren von drei Fussball- Giganten eliminiert. Im Halbfinal forderten sie Holland bis zur letzten Sekunde. Experten trauen der Equipe sehr viel zu.

«Zu tiefe Frusttoleranz»

«Die Mannschaft hat weitere Fortschritte gemacht. Ihr Selbstvertrauen ist enorm. Defensiv ist sie sehr stabil und im Angriff überdurchschnittlich gut», nimmt Markus Frei vor dem Achtelfinal gegen Deutschland eine Einschätzung vor. Frei verfolgt den Weg der U-17 exakt. Parallelen zu jenem Team, das 2002 unter seiner Leitung in Dänemark den EM-Titel gewonnen hat, seien durchaus vorhanden.

Vom Europameister-Jahrgang erreichten «nur» Tranquillo Barnetta (Leverkusen), Philippe Senderos (Arsenal) und Reto Ziegler (Sampdoria) internationales Format. Die Stürmer - allen voran der hoch gelobte Slavisa Dugic (heute Limassol) - verschwanden von der Bildfläche. Sie waren teils schlecht beraten oder mental zu wenig belastbar; oder wie es Frei formuliert: «Ihre Frusttoleranz war zu tief.»

Wieder zwei Stürmer-Talente

Nun rückten in Nigeria erneut zwei Stürmer in den Mittelpunkt. Nassim Ben Khalifa (17) und Haris Seferovic (17). Beide sind Torgaranten, in drei Spielen markierten die beiden GC-Stürmer bereits drei Treffer. Ben Khalifa ist bereits Mitglied der ASL- Mannschaft der Hoppers; Sforza setzt ihn regelmässig als Joker ein. Seferovic, der kräftige linksfüssige Mittelstürmer, ist (noch) in der U-21-Auswahl der Zürcher in der 1. Liga engagiert. Ihm steht aber womöglich eine ebenso interessante Zukunft bevor.

Markus Frei, der bei GC zum Trainerstab der 1. Mannschaft gehört und sich um die grössten Klub-Talente kümmert, weiss, dass Ben Khalifa «einen Schritt weiter ist. Er ist der elegantere Spieler. Haris ist extrem robust, physisch aber noch nicht komplett austrainiert. Er kann seine Sprungkraft und seinen Antritt verbessern. Aber er holt auf. Früher oder später wird auch er in der 1. Mannschaft trainieren.»

Gerade bei einem Stürmer ist eine Prognose heikel. Viel hängt auf dieser Position vom Selbstvertrauen ab, einiges auch von der Leidensfähigkeit. Auf der Junioren-Stufe verschaffen sich Frühreife (wie einst das Talent Goran Antic) oftmals Vorteile, die sie später bei erheblich mehr Konkurrenz und Widerstand nicht bestätigen können. Oder sie springen zu früh ins Ausland ab, weil sich die Familie der Secondos davon den grösstmöglichen (und schnellen) «Return on Invest» erhofft.

«Werde immer für die Schweiz spielen»

Seferovic ist derzeit auf einem guten Weg. In Zürich wird er von Frei und Co. optimal betreut. Ein Interessenkonflikt, für welche Nation er nach dem 21. Geburtstag spielen würde, zeichnet sich beim gebürtigen Innerschweizer mit Wurzeln in Bosnien-Herzegowina offenbar nicht ab. «Ich werde immer für die Schweiz spielen. Es ist mein Heimatland. Hier bin ich ausgebildet worden», meldet er aus Lagos. Den Vertrag bei GC (bis 2011) will er ebenfalls erfüllen: «Ich hoffe, hier den Durchbruch zu schaffen.»

In diesen Tagen ist die Planung der Karriere aber kein Thema. Für Seferovic und seine Copains folgen die womöglich aufregendsten Passagen ihrer noch jungen Laufbahn. Die verschworene Einheit will Deutschland schlagen und für weitere Schlagzeilen sorgen. «Unser Ziel ist der Final. Und den wollen wir gewinnen», skizziert Seferovic den Plan für die nächsten eineinhalb Wochen. Ihre Stärke sei die Offensive. Und in dieser Art äusserte er sich auch - angriffig. (Sven Schoch/si)

Erstellt: 10.11.2009, 15:53 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 16:44
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Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Federer - Kamke
28.0511:00Bolelli - Nadal
Stand: 25.05.2012 15:24
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