Sport

«Wenn Frei zu Basel will, müssen wir das respektieren»

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 17.07.2009

Borussia Dortmund hat sich mit dem Abgang von Alex Frei abgefunden. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollte den Stürmer halten, respektiert aber dessen Wunsch, nach Basel zu wechseln.

1/14 Gutes Gespräch: Alex Frei erklärt nach einem Gespräch mit Ottmar Hitzfeld, dass er nach der Saison 2010/11 aus dem Nationalteam zurücktreten wird.
Bild: Keystone

   

Es ging plötzlich alles sehr schnell. Am Mittwoch, am Tag des 30. Geburtstags von Alex Frei, wurde in den Medien publik, woran die Basler seit längerem arbeiten. Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft soll zurück zum FCB, wo er einst den Durchbruch als Profi nicht schaffte. Dortmund war von der medialen Offensive einen Moment überrumpelt, fing sich aber rasch und dribbelte sich – im Wortsinn gar – frei. «Wenn es sein Herzenswunsch ist, nach Basel zu wechseln, müssen wir uns das anhören und es akzeptieren», wird Watzke heute in «Bild» zitiert.

Drei Jahre ist Frei nun bereits bei Dortmund und wurde rasch zum Publikumsliebling. Die Liebe beschränkt sich jedoch auf die Fans. Mit Trainer Jürgen Klopp wurde er nicht richtig warm, und wer Frei kennt, weiss, dass Vertrauen für ihn wichtig ist. Er ist sensibler, als es sein zuweilen kauziges Verhalten vermuten lässt. Deshalb ist die Rückkehr zu Basel für den gebürtigen Basler, der einst mit Marco Streller zusammen beim FC Aesch gekickt hatte, auch eine «Herzensangelegenheit». Er hoffe, so Frei in «Bild», dass «es mit meinem Wechsel ganz schnell über die Bühne geht».

Der teuerste Spieler der Super League

Deshalb wird Dortmund auch in den Transfer einwilligen. «Das würden wir bei keinem anderen Klub machen, aber Frei hat für den BVB auch einiges geleistet», erkärt Watzke. 34 Tore in 74 Bundesligaspielen sind die statistische Ausbeute seit er 2006 aus Rennes zur Borussia kam. 4,7 Millionen Euro wird der FCB für seinen Traumtransfer bezahlen müssen. Mehr Geld hat noch kein Schweizer Verein für einen Spieler bezahlt. Und Frei wird – obwohl er Abstriche wird machen müssen – auch der bestbezahlte Super-League-Profi werden.

In Dortmund läuft derweil bereits die Suche nach einem möglichen Nachfolger. Der Pole Robert Lewandowski (20) galt lange als erster Anwärter. Doch weil Lech Posen für das Talent zu viel Geld will, ist er im Ruhrpott nun kein Thema mehr. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.07.2009, 11:43 Uhr

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