FCB-Trainer Heiko Vogel kann dem Rückspiel gegen Bayern nach dem tollen 1:0-Sieg gelassen entgegensehen. Das Team von Jupp Heynckes hingegen braucht dringend einen Erfolg.
«Die Ausgangslage ist sicher nicht schlechter geworden.» Heiko Vogel spricht über den grossen Coup gegen seinen Ex-Verein Bayern München. (Videos: Joël Gernet)
Interessant, wie zwei Trainer dasselbe Spiel unterschiedlich einstufen können. Während Heiko Vogelden Sieg seines FC Baselals verdient einstufte, sagte sein Antipode Jupp Heynckes: «Das Spiel war hochinteressant und ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es grosse Tormöglichkeiten, deshalb wäre insgesamt ein Unentschieden gerecht gewesen.»
Natürlich wies auch Vogel darauf hin, wie wichtig es war, dass der FCB die Druckphase der Bayern in der Startphase unbeschadet überstanden hatte: «Wir wussten, dass Bayern mit voller Wucht kommen würde. Aber auch wir konnten den einen oder anderen Nadelstich setzen.» Nach der Pause hätten dann seine Spieler das Spiel mit Ballbesitz besser gestaltet. Zur bärenstarken Leistung seines Torhüters Yann Sommer hielt sich Vogel kurz, aber prägnant. «Dafür gibt es nur ein Wort: Weltklasse.»
Kein Problem mit Ribéry
Vogel durfte sich nicht nur über den Sieg freuen, sondern auch darüber, dass das goldene Tor eine Koproduktion seiner beiden ersten Einwechselspieler war: Valentin Stocker traf nach glänzender Vorarbeit von Jacques Zoua. «Das haben sie sehr gut gemacht», meinte Vogel. Aufseiten der Bayern konnte Heynckes auch mit seinen Wechseln nichts mehr bewirken. Er nahm mit Franck Ribéry gar seinen stärksten Offensivspieler vom Feld, der nicht gerade erfreut darüber war. «Das ist doch normal, dass er nicht zufrieden ist. Aber den Handschlag hat er mir nicht verweigert», wehrt sich der 66-Jährige gegen den Vorwurf der Disharmonie in seinem Team.
Die ungewohnte Torflaute der Bayern wollte Heynckes nicht zu ernst nehmen. «Uns fehlt momentan vor dem Tor die nötige Ruhe. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder treffen», meinte der frühere Nationalspieler. Er habe in seiner Karriere schon genug im Europacup erlebt. «Wir sind selbstbewusst genug, daran zu glauben, es im Rückspiel noch zu richten», sagte Heynckes. Er wisse um die Schwere der Aufgabe gegen ein starkes Basel, aber die Bayern seien in der Lage, im eigenen Stadion die nötigen Tore zu erzielen.
Das Tor als Bonus
Vogel indes musste im Rückblick nicht mehr über das mangelnde Abschlussglück bei zwei Aluminiumtreffern innert drei Minuten von Aleksandar Dragovic (16. Minute) und Alex Frei (19.) klagen. Die Defensive hat dichtgehalten. «Wichtig war, dass wir zu null gespielt haben. Das Tor macht alles noch schöner», meinte Vogel lächelnd. Konzentration, Wille, die nötige Gelassenheit und eine gehörige Portion Talent machten solche Grosstaten möglich: «Wir haben einfach sehr, sehr gut gespielt.»
Nun wird das Rückspiel in knapp drei Wochen zum ganz heissen Tanz. «Wir haben in dieser Champions-League-Kampagne gezeigt, dass wir auch auswärts wissen, wo das Tor steht», erklärte Vogel. Sollte dem FCB in der Münchner Allianz-Arena tatsächlich ein Treffer gelingen, dann müsste Bayern bereits drei Tore erzielen, um weiterzukommen. Während Heynckes betonte, man müsse nun die Ruhe bewahren, sagte ein stolzer Vogel: «Unsere Chancen sind sicher nicht kleiner geworden.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
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BRAVO FC BASEL! DANKE. Jetzt braucht Zürich ein 30‘000 Zuschauern fassendes neues Fussballstadion, damit der FCZ und GC alte und neue Erfolge in der Champions League feiern können.Antworten