Auswärtssiege für die ZSC Lions und den SCB
NLA, Qualifikation
Fribourg - ZSC Lions 3:4 (1:1, 2:2, 0:1)
St-Léonard. - 5253 Zuschauer. - SR Reiber/Stalder, Abegglen/Kaderli. - Tore: 8. Stefan Schnyder (Gloor, Lemm) 0:1. 9. Bykow (Jeannin) 1:1. 29. Alston (Suchy, Sejna/Ausschluss Trudel!) 1:2. 34. (33:27) Knoepfli (Wirz, Heins/Ausschluss Seydoux!) 2:2. 34. (33:57) Gardner (Wichser, Sejna/Ausschluss Seydoux) 2:3. 40. (39:05) Jeannin (Law, Mowers/Ausschluss Monnet) 3:3. 42. Suchy (Wichser, Sejna/Ausschluss Snell) 3:4. - Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Heins) gegen Fribourg, 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions.- PostFinance-Topskorer: Sprunger; Gardner.
Fribourg: Gigon; Heins, Snell; Birbaum, Reist; Jeannin, Collenberg; Seydoux, Marc Abplanalp; Neuenschwander, Meunier, Wirz; Sprunger, Bykow, Botter; Law, Mowers, Knoepfli; Vauclair, Montandon, Lauper.
ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Geering, Seger; Cadonau, Schelling; Gardner, Wichser, Sejna; Bühler, Monnet, Trudel; Grauwiler, Alston, Bastl; Lemm, Gloor, Stefan Schnyder.
Bemerkungen: Fribourg ohne Caron, Chouinard und Plüss, ZSC Lions ohne Forster, Kamber, Daniel Schnyder, Stoffel (alle verletzt), Krutow (krank) und Pittis (überzähliger Ausländer). - Timeout Fribourg ab 59:30 ohne Goalie, 60. (59:47) Timeout.
Lugano - Biel 7:2 (2:0, 3:1, 2:1)
Resega. - 3281 Zuschauer. - SR Mandioni/Prugger, Kohler/Müller. - Tore: 18. Thoresen (Pohl, Lemm) 1:0. 19. Murray (Ausschluss Meyer) 2:0 (Eigentor Kparghai). 31. Murray (Näser, Nummelin) 3:0. 32. (31:09) Paterlini (Kostovic) 4:0. 32. (31:39) Domenichelli (Murray, Hänni) 5:0. 34. Nüssli (Peter, Truttmann) 5:1. 46. Nüssli (Steinegger, Fata) 5:2. 47. Murray (Julien Vauclair) 6:2. 49. Murray (Nummelin, Julien Vauclair/Ausschluss Nüssli) 7:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 9mal 2 plus 10 Minuten (Himelfarb) gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Thoresen; Peter.
Lugano: Aebischer (40. Poget); Nummelin, Chiesa; Cantoni, Hänni; Nodari, Julien Vauclair; Helbling; Thoresen, Pohl, Lemm; Näser, Murray, Domenichelli; Tristan Vauclair, Kostovic, Paterlini; Jürg, Conne, Conte.
Biel: Wegmüller (ab 34:47 Caminada); Kparghai, Steinegger; Meyer, Reber; Gossweiler, Kamerzin; Ehrensperger, Peter, Bärtschi; Truttmann, Fata, Nüssli; Ling, Himelfarb, Tschannen; Küng, Brägger.
Bemerkungen: Lugano ohne Sannitz, Hirschi, Robitaille (alle verletzt) und Romy (gesperrt), Biel ohne Beccarelli, Neff, Schneeberger, Tschantré, Wetzel (alle verletzt) und Hill (krank).- 20. Pfostenschuss Hänni.
Zug - Bern 3:4 (0:0, 1:2, 2:2)
Herti. - 4024 Zuschauer. - SR Kurmann/Ravodin, Wehrli/Wirth.- Tore: 26. Plüss (Roche, Rüthemann/Ausschluss Fischer) 0:1. 36. Rüthemann (Rytz, Plüss/Ausschlüsse Steinmann; Alain Berger) 0:2. 38. Fischer (Di Pietro, Brunner) 1:2 (Eigentor Josi). 43. Rüthemann (Abid, Plüss) 1:3. 45. (44:15) Rüthemann (Plüss) 1:4. 45. (44:48) Casutt (Steinmann, Lüthi) 2:4. 58. Isbister (Fischer, Di Pietro/Ausschluss Roche) 3:4. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 9mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Holden; Gamache.
Zug: Berra; Du Pont, Harrison; Diaz, Back; Dominic Meier, Kress; Di Pietro, Fischer, Brunner; Schnyder, Duri Camichel, Corsin Camichel; Christen, Holden, Isbister; Casutt, Steinmann, Lüthi.
Bern: Bührer; Gerber, Furrer; Roche, Rytz; Jobin, Josi; Pascal Berger, Ziegler, Reichert; Gamache, Dubé, Gelinas; Abid, Plüss, Rüthemann; Alain Berger, Daniel Meier, Trevor Meier.
Bemerkungen: Zug ohne McTavish, Oppliger, Sutter (alle verletzt) und Weibel (überzählig). Bern ohne Bärtschi, Chatelain (beide verletzt) und Bordeleau (überzähliger Ausländer). - Time-Out Bern (59:58). - Zug ab 59:30 ohne Torhüter.
Rangliste: 1. ZSC Lions 31/63. 2. Bern 28/56 (110:78). 3. Kloten Flyers 28/56 (107:68). 4. Lugano 30/56. 5. Davos 29/54. 6. Genève- Servette 27/45. 7. SCL Tigers 29/39. 8. Fribourg 31/37. 9. Zug 30/32. 10. Biel 31/30. 11. Rapperswil-Jona Lakers 27/29. 12. Ambri- Piotta 29/28 (83:115).
Die ZSC Lions setzten 48 Stunden nach dem Einzug in den Halbfinal der Champions Hockey League ihren Siegeszug auch in der NLA fort. Die Zürcher gewannen in Freiburg auch das vierte Duell mit Gottéron, erneut mit einem Tor Differenz. Der zum vierten Mal in Folge siegreiche NLA-Leader tat sich gegen die zähen Freiburger abermals schwer. Er ging vier Mal in Führung und schaffte es erst nach dem 4:3, den Vorsprung auch tatsächlich zu verwalten. Verteidiger Alain Birbaum hatte einen Schuss des ZSC-Slowaken Radoslav Suchy in Unterzahl unglücklich ins eigene Tor abgelenkt.
Für Suchy war es der erste Treffer nach über 1700 Minuten. Fribourgs Keeper Olivier Gigon wurde auf dem falschen Fuss erwischt, auf seine Kappe ging aber Jan Alstons Shorthander zum 2:1. Auf die Ausgleiche des Heimteams zum 2:2 und 3:3 reagierten die ZSC Lions, mit zehn Siegen in 15 Partien das auswärtsstärkste Team der Liga, jeweils relativ rasch. Nach Mike Knoepflis Unterzahltor benötigte Ryan Gardner 30 Sekunden, um die Differenz wieder herzustellen. Sandy Jeannins 3:3 und Suchys Siegtor trennten 140 Sekunden.
SCB-Sieg dank Rüthemann-Hattrick
Das Team von John van Boxmeer setzte sich beim EV Zug 4:3 durch, womit die Innerschweizer im 15. Heimspiel der Saison die 10. Niederlage erlitten. Die Berner verdienten sich den sechsten Triumph in Folge gegen den EVZ dank einer Leistungssteigerung nach der ersten Drittelspause sowie den überragenden Ivo Rüthemann und Martin Plüss. Rüthemann erzielte mit den Toren zum 2:0 (36.), 3:1 (43.) und 4:1 (45.) zum zweiten Mal in seiner NLA-Karriere drei Treffer in einem Spiel; erstmals war dies dem Nationalstürmer am 3. Dezember 1998 im Dress des HC Davos gelungen.
Gar bei sämtlichen vier Berner Toren hatte Plüss seinen Stock im Spiel; in der 26. Minute eröffnete er mit einem herrlichen Solo das Skore. Zwar gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Zugern nur 33 Sekunden nach dem 1:4 durch Corsin Casutt das 2:4, und in der 58. Minute verkürzte Brad Isbister auf 3:4, doch zu mehr reichte es gegen die in der Defensive solid stehenden Berner nicht mehr. Beim 3:4 machte der ansonsten starke SCB-Goalie Marco Bührer keine gute Figur. Ein besseres Ergebnis hatten die Zentralschweizer vorab im ersten Drittel verpasst, als sie einige gute Chancen zur Führung vergaben. Der nach einer Krankheit wiedergenesene EVZ-Goalie Lars Weibel sass nur auf der Tribüne.
One-Man-Show von Brady Murray
In Lugano herrscht derzeit begründeter Optimismus. Dem Team von John Slettvoll läuft es in der Meisterschaft nach Plan, insbesondere in der heimischen Resega (neun der letzten zehn Heimspiele gewonnen) sind die Tessiner kaum zu bezwingen. Dazu wird die Verletztenliste immer kürzer. Mit Romano Lemm, der von einer Schulteroperation weit zurückgeworfen worden war, gab der gewichtigste Schweizer Transfer des Sommers endlich sein Debüt im Dress der «Bianconeri». Der ehemalige Klotener konnte sich einen Assist (zum 1:0) notieren lassen.
Überragender Spieler war indes Brady Murray. Der Amerikaner mit Schweizer Lizenz, der zuvor in 15 Partien «nur» sechs Mal getroffen hatte, äufnete sein Torkonto gleich um vier Einheiten. Für den Sohn des ehemaligen NLA-Trainers Andy Murray war es der zweite Hattrick in der höchsten Schweizer Liga. Bei Lugano kam im letzten Drittel an Stelle des leicht angeschlagenen David Aebischer (Beinschmerzen) der 21-jährige Dougal Poget zu seinem zweiten NLA-Einsatz. Der Ersatzgoalie von Partnerteam Basel spielte seine bisherigen 28 Minuten in der Saison 2005/06 für Genève-Servette.
Biel gab sich nach zwei Doppelschlägen innerhalb von 50 Sekunden zum 2:0 (18./19.) und 92 Sekunden vom 2:0 zum 5:0 (32. bis 34.) geschlagen. Im Gegensatz zu vorherigen NLA-Partien schafften es die Seeländer diesmal nicht mehr, sich aufzubäumen. Bei der neunten Auswärtsniederlage in Folge häuften sich die Gegentore 26 bis 32 der letzten 300 Minuten an. (si)
Erstellt: 05.12.2008, 22:40 Uhr
