Darum reicht es für die Lions nicht
Aktualisiert am 28.01.2009 5 Kommentare
Kontra: Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Redaktor Stephan Roth.
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Die Leistung der ZSC Lions vor einer Woche in Magnitogorsk war beeindruckend. Die Zürcher spielten mutig und selbstbewusst. Sie zeigten, wie man als Schweizer Mannschaft in einem europäischen Wettbewerb gegen einen hochkarätigen, individuell besser besetzten Gegner spielen muss.
Doch das Unentschieden in Russland hatte einen wichtigen Schönheitsfehler: Das 2:2. Dieser Treffer in letzter Minute bedeutet, das der Schweizer Meister nicht den ganzen Ertrag für seine starke Leistung einfahren konnte. Er bedeutet, dass der ZSC eine riesige Chance verpasst hat.
Die Zürcher führten in Magnitogorsk 2:0 und hatten nicht nur bei Jan Alstons Penalty die Möglichkeit, gar das 3:0 zu schiessen. Am Schluss standen sie mit nur einem Punkt da. Wer in die Gesichter der ZSC-Spieler blickte, wusste, dass das eine gefühlte Niederlage war. Wer im Spitzensport auf höchsten Niveau Chancen auslässt, wird bestraft.
Mit dem beherzten und furchtlosen Auftritt hat die Mannschaft von Sean Simpson auch ihren grössten Trumpf aus der Hand gegeben. Mit solch aggressivem Forechecking und derart offensiver Spielweise hatte Metallurg Magnitogorsk nicht gerechnet, das gab auch ihr tschechischer Topskorer Jan Marek zu. Das Überraschungsmoment nutzten die Schweizer vor einer Woche zu einer frühen 2:0-Führung. Ein zweites Mal werden sich die russischen Stars nicht überrumpeln lassen.
Mit einem Sieg im Hinspiel hätten sich die Zürcher eine beneidenswerte Ausgangslage für heute geschaffen. Ein Unentschieden hätte gereicht und selbst bei einer Niederlage hätte ein Penaltyschiessen über den Sieg in der Champions Hockey League entschieden.
Gibt es heute Abend erneut ein Unentschieden, kommt es doch noch zu einem Penaltyschiessen. Viele ZSC-Fans rechnen sich dabei dank Torhüter Ari Sulander und aufgrund der guten Erfahrungen des letztjährigen Playoff-Finals gegen Servette ausgezeichnete Chancen aus. Dabei sollte aber nicht unterschätzt werden, dass das Penaltyschiessen auch zu den Stärken Metallurgs zählt. Die Stars der Russen haben Tricks drauf, wie sie Sulander bisher nur aus dem Fernsehen kennt. In der heimischen KHL hat das Team von Goalie-Talent Ilja Proskurjakow alle zehn Shootouts zu seinen Gunsten entschieden. Und im Halbfinal setzte sich Magnitogorsk im Russen-Duell gegen Ufa bereits im Penaltyschiessen durch.
Erstellt: 28.01.2009, 15:32 Uhr
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5 Kommentare
Nein, der ZSC hat heute abend keine Chance! Die Eissputniks werden diesmal von Anfang an mit vollem Power ans Werk gehen und den Gegner nicht mehr unterschätzen! Das soll die Leistung der Vorwoche der Lions auf keinen Fall schmälern, aber bei zehn Vergleichen werden die Russen sicher 8 bis 9 mal die Oberhand haben. Antworten
