Das Eishockey-Tor des Jahres

Servettes Routinier Marek Malik passierte am Dienstag gegen den EV Zug ein Missgeschick, das in den Playoff-Annalen des Schweizer Eishockeys seinen würdigen Platz finden wird.

Marek Maliks schlimmer Fauxpas (Video: SF).

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2:1 führten die Adler auf eigenem Eis im dritten Playoff-Halbfinal gegen die Zuger. Dann folgte in der 33. Minute eine kuriose Szene, die Marek Malik, der 34-jährige Verteidiger der Gastgeber, nicht so schnell vergessen wird. Der Tscheche wollte vor dem eigenen Gehäuse einen Pass spielen – aber der Puck landete via Schlittschuhe des ahnungslosen Mitstreiters und Goalies Tobias Stephan im eigenen Netz.

Es hiess plötzlich 2:2, und nicht nur die Genfer Spieler waren geschockt, auch das sonst so fanatische Publikum in der Les-Vernets-Halle blieb vor Regungslosigkeit erstarrt. Dass dieses Missgeschick, das man ruhig als Tor des Jahres bezeichnen darf, einem Haudegen passiert, der unter anderem immerhin 756 NHL-Schlachten auf dem Buckel hat, erstaunt gewaltig. Weil es im Eishockey die Bezeichnung «Eigengoal» nicht gibt, wurde der Treffer schliesslich dem Zuger Fabian Lüthi gutgeschrieben. Der ist in seiner ganzen Karriere noch nie so «billig» zu einem Torerfolg gekommen.

Vom Tiefschlag schnell erholt

Nun, die kampfstarke Equipe von Regent Chris McSorley verdaute den hausgemachten Tiefschlag und setzte sich letztlich verdient mit 6:3 gegen den EVZ durch. Und auch Marek erholte sich von seinem Fauxpas: Sein magistraler Pass zu Jeff Toms Führungstreffer zum 4:3 im Powerplay war wieder ganze grosse Klasse.

Das beweist: McSorleys Eishockey-Soldaten sind mental für grosse Aufgaben bereit. Das ist schon ein wichtiger Schritt in Richtung Erfolg. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 31.03.2010, 13:38 Uhr)

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