Das nächste Comeback des «Magiers»
Von Werner Schweizer, Rapperswil. Aktualisiert am 02.12.2009
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NLA
44. Runde
| 28.01. | Ambri - Fr. Gotteron | 1 : 2 |
| 28.01. | Bern - Kloten Flyers | 5 : 0 |
| 28.01. | Biel - Servette | 1 : 0 |
| 28.01. | SCL Tigers - Zug | 4 : 3 |
| 31.01. | Davos - Rapperswil-Jona Lakers | 5 : 1 |
| 14.02. | ZSC Lions - Lugano | 0 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U+ | U- | N | G:E | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Zug | 46 | 22 | 8 | 9 | 7 | 160:125 | 91 |
| 2. | Davos | 46 | 25 | 6 | 3 | 12 | 140:108 | 90 |
| 3. | Fr. Gotteron | 46 | 24 | 6 | 3 | 13 | 146:111 | 87 |
| 4. | Bern | 47 | 23 | 5 | 6 | 13 | 147:121 | 85 |
| 5. | Kloten Flyers | 46 | 24 | 1 | 6 | 15 | 141:109 | 80 |
| 6. | Lugano | 46 | 19 | 5 | 5 | 17 | 145:142 | 72 |
| 7. | ZSC Lions | 45 | 17 | 7 | 3 | 18 | 123:121 | 68 |
| 8. | Servette | 47 | 15 | 5 | 9 | 18 | 110:115 | 64 |
| 9. | Biel | 46 | 17 | 4 | 3 | 22 | 103:115 | 62 |
| 10. | SCL Tigers | 46 | 11 | 5 | 3 | 27 | 114:158 | 46 |
| 11. | Ambri | 46 | 9 | 6 | 7 | 24 | 93:138 | 46 |
| 12. | Rapperswil-Jona Lakers | 45 | 11 | 1 | 2 | 31 | 91:150 | 37 |
45. Runde
| 03.02. | Ambri - ZSC Lions | 0 : 4 |
| 03.02. | Biel - Kloten Flyers | 2 : 3 |
| 03.02. | Servette - Zug | 1 : 2 |
| 03.02. | Rapperswil-Jona Lakers - Fr. Gotteron | 1 : 3 |
| 03.02. | Lugano - SCL Tigers | 5 : 4 |
| 03.02. | Davos - Bern | 3 : 2 |
Nach dem zweiten Drittel und dem 0:3-Rückstand der Lakers verzogen sich die einheimischen Stehplatzbesucher aus Protest gegen die Leistung des Teams. Und auch die Klubführung hatte zu diesem Zeitpunkt genug gesehen. Sie beschloss, Summanen nach dem Match bereits seines Amtes zu entheben. Sein Nachfolger ist der Schwede John Slettvoll, der heute am Obersee erwartet wird und einen Vertrag bis Saisonende erhält. Slettvoll hatte sich vor einem Jahr als Nothelfer beim HC Lugano quasi über Nacht verabschiedet, als der Klub für die jetzt laufende Spielzeit seinen Landsmann Kent Johansson verpflichtete. Slettvoll war für Kent Ruhnke ins Tessin gekommen, konnte aber vor zwei Jahren den Absturz ins Playout auch nicht verhindern.
Für Bruno Hug, den Delegierten des Verwaltungsrats der Lakers, ist es in der aktuellen Lage und Verfassung des Teams vor allem wichtig, mit dem erfahrenen Schweden einen intelligenten Psychologen an der Bande zu haben. Hug hofft, dass mit dem 1:5 gegen die Bieler der Tiefpunkt der Krise erreicht ist. Er konstatierte einen Zerfall der Mannschaft. Bereits in der vergangenen Woche hatte Geschäftsführer Reto Klaus den Kontakt zum 65-jährigen Slettvoll geknüpft, dessen Erfolge 20 Jahre zurückliegen und der zu Hause im nordschwedischen Umea privatisierte.
Man hatte noch gewisse Hoffnungen gehabt, dass sich das Team erholen würde. Bei einem überzeugenden Sieg gegen Biel hätte man noch weiter zugewartet, beteuerte Hug. Doch es ging weiter bergab. Die Verantwortung für die lamentable Verfassung muss wie immer in solchen Fällen der Trainer tragen. Der Graben zwischen dem Polterer und Haudegen Summanen und den meisten Spielern war unüberbrückbar geworden.
10 Niederlagen in 11 Spielen
Hug sagte, er habe am Ende fast Mitleid mit der Mannschaft gehabt, der jegliches Selbstvertrauen abhanden gekommen ist. Sie habe auf keinen Fall gegen den Finnen an der Bande gespielt. Die Lakers trafen gegen Biel die Latte, den Pfosten, vergaben aufgelegte Chancen und kassierten drei Gegentore in Unterzahl. Die Bieler stoppten ihre Negativserie nach zwölf Niederlagen. Das Ende des Falls der Lakers ist nach zehn Niederlagen in elf Spielen nicht absehbar.
Summanens Fall ist die erste Entlassung eines Trainers der National League A in dieser Saison. Die Lakers haben in der jüngeren Vergangenheit aber Erfahrung mit solchen Aktionen gesammelt. Vor 2 Jahren war Kari Eloranta noch vor Weihnachten durch Morgan Samuelsson ersetzt worden. Dem Schweden blühte Ende 2008 das gleiche Schicksal. Sein Nachfolger Dave Chambers überdauerte allerdings nur wenige Wochen, bis Summanen das Kommando übernahm.
Die Lakers hatten mit den Verstärkungen auf dem Papier erwartet, das mittlerweile gewohnte Krisenszenario im Winter zu verhindern. Enttäuschend war, wie wenig sich vermeintliche neue Leistungsträger gegen den Absturz wehrten. Der Davoser Meister Michel Riesen oder der neue Captain Thierry Paterlini setzten auch gestern keine Akzente. Die Auftritte von Stacy Roest oder von Niklas Nordgren waren gar eine Zumutung. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 02.12.2009, 08:01 Uhr
