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Der Countdown für Kruegers Liste

Von Benjamin Muschg, Spisska Nova Ves. Aktualisiert am 21.12.2009 3 Kommentare

Nach der letzten Sichtungswoche muss der Schweizer Eishockey-Nationaltrainer in zehn Tagen sein erstes Olympiakader benennen.

Erfolgreicher Abschluss einer Testwoche: Das Schweizer Nationalteam besiegte in Spisska Nova Ves Gastgeber Slowakei mit 3:2.

Erfolgreicher Abschluss einer Testwoche: Das Schweizer Nationalteam besiegte in Spisska Nova Ves Gastgeber Slowakei mit 3:2.
Bild: Keystone

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Die TA-Prognose fürs 1. Olympia-Kader

Goalies:
Gerber Martin (Mitischtschi, KHL)
Hiller Jonas (Anaheim, NHL)
Rüeger Ronnie (Kloten Flyers)

Verteidiger:

Bezina Goran (Servette)
Blindenbacher Severin (Färjestads BK)
Diaz Rafael (Zug)
Du Bois Félicien (Kloten)
Josi Roman (SC Bern)
Seger Mathias (ZSC Lions)
Streit Mark (NY Islanders, NHL)

Stürmer:
Ambühl Andres (Hartford, AHL)
Déruns Thomas (Servette)
Di Pietro Paul (Zug)
Domenichelli Hnat (Lugano)
Gardner Ryan (ZSC)
Jeannin Sandy (Fribourg-Gottéron)
Paterlini Thierry (Lakers)
Plüss Martin (Bern)
Romy Kevin (HC Lugano)
Rüthemann Ivo (Bern)
Sannitz Raffaele (Lugano)
Sprunger Julien (Fribourg
Wick Roman (Kloten)

Ralph Krueger darf den Dezember-Zusammenzug seines Nationalteams als sportlichen Erfolg verbuchen. Er begann am Dienstag mit einer 10:1-Gala in Pruntrut gegen Frankreich. Im ost-slowakischen Spisska Nova Ves folgte am Freitag mit dem 1:2 nach Penaltys gegen Weissrussland ein Rückschlag, den sich die erneut dominierende Mannschaft mit altbekannten Abschlussproblemen selbst einbrockte. Zum Abschluss korrigierte sie diese Schwäche am Samstag aber und besiegte die stark besetzten Slowaken 3:2.

Diese ungewohnte Kaltblütigkeit gehörte zum Vielversprechendsten, was das Nationalteam vergangene Woche zeigte. Sehr positiv war auch, dass sie in den drei Partien bei personellem Gleichstand 11 Tore schoss und kein einziges kassierte. Und eine offensive Entdeckung bildete schliesslich der neu formierte Sturm mit Sprunger, Sannitz und Domenichelli, der zusammen 20 Skorerpunkte sammelte und in Sannitz (4 Tore) den überraschenden Goalgetter der Woche hervorbrachte.

Zwei ZSC-Stürmer kämpfen

In erster Linie ging es aber nicht um Resultate und Statistiken, sondern um die letzte Spielersichtung im Hinblick auf das Olympiaturnier, das die Schweiz am 16. Februar gegen die USA eröffnet. Krueger stehen arbeitsintensive Festtage bevor. Seit Monaten macht er jeden Morgen ein Olympiakader. In zehn Tagen muss er erstmals veröffentlichen, auf welche 3 Goalies und 20 Feldspieler er setzt. Diese Liste kann zwar bis am Vortag des Turnierstarts beliebig verändert werden. Trotzdem wird sie wohl bei manchem Spieler zu Enttäuschung führen und sicher für Diskussionen sorgen. Schon deshalb wird sich Krueger dabei so nah wie möglich an sein tatsächliches Wunschteam für Vancouver annähern. Gemäss eigener Aussage tendiert er zu einem Aufgebot mit 7 Verteidigern und 13 Stürmern, da mit Jeannin ein Angreifer mit Erfahrung in der Defensive zur Verfügung steht. Darauf beruht auch die TA-Prognose.

Zu erwarten ist ein Team, das grösstenteils aus über Jahre in Kruegers System bewährten Routiniers besteht, die ihre Plätze längst gesichert haben. Der aktuelle Formstand, den die Spieler in ihren Klubs zeigen, ist wie gewohnt sekundäres Bewertungskriterium. Auch die Leistungen von vergangener Woche dürften nur in wenigen Fällen den Ausschlag nach oben oder unten geben. Im Angriff war Sannitz schon vorher ein sicherer Wert, wenn auch in einer defensiveren Rolle. Romy spielte als Defensivcenter solid genug, um für Krueger unverzichtbar zu sein.

Nachdem Lemm am Dienstag mit einer schweren Knieverletzung aus dem Rennen fiel, kämpften ZSC-Stürmer Bärtschi und Monnet wie die Löwen um ihre Olympia-Chance als offensiv orientierte Flügel. Vor allem Bärtschi, der gegen den stärksten Gegner die stärkste Leistung brachte und Wicks Siegtor gegen die Slowakei magistral vorbereitete, hätte sie verdient. Aber das reicht wohl nicht, um die Olympia- und Nordamerika-erfahrenen Di Pietro oder Ambühl aus Kruegers Liste zu drängen. Guggisberg wäre in dieser Rolle eine noch bessere Alternative. Ein Davoser in Vancouver wäre aber eine grosse Überraschung.

Diaz und Du Bois als Gewinner

Entscheidungen brachte die vergangene Woche wohl in der Verteidigung. Zugs Diaz, der vor der Heim-WM im Frühling dem letzten Kaderschnitt zum Opfer gefallen war, sicherte sich mit seinen souveränen bis dominanten Auftritten einen Platz in Vancouver. Und der Klotener Du Bois schob sich dank seiner physischen Präsenz und Schussstärke in der Hierarchie vor die anderen mitgereisten Olympiakandidaten.

Für Diaz und Du Bois spricht zudem, dass sie zu den seltenen Rechtsauslegern gehören. Das Gleiche gilt allerdings auch für Yannick Weber. Der 21-Jährige ist in der AHL diese Saison deutlich weniger produktiv als zuletzt, verfügt aber über den Pluspunkt der Nordamerika-Erfahrung. Die beiden Berner Furrer und Gerber dürfen sich angesichts der Dichte in der Defensive nur noch kleine Hoffnungen machen, ebenso Sbisa, der diese Saison von der NHL zu den Junioren zurückgestuft wurde.

Fragezeichen um Martin Gerber

Im Tor ist und bleibt Jonas Hiller die Nummer 1. Dahinter sorgt die Verletzung von Martin Gerber aber für Ungewissheit. Verläuft der Heilungsprozess gut, ist auch er gesetzt. Und wenn Krueger zwei Goalies mit so viel Erfahrung in der NHL hat, nimmt er wohl Ronnie Rüeger als Nummer 3 mit. Falls der Russland-Söldner aber bis Vancouver nicht in optimaler Verfassung ist, kommt mindestens einer der jüngeren Goalies zum Zug, welche die schmalen Rinks aus den Minor Leagues gut kennen und vergangene Woche beide überzeugten - wahrscheinlich eher Stephan als Manzato.

Der Nationaltrainer hat bereits bekannt gegeben, dass er für die unmittelbare Turniervorbereitung mit zwei abschliessenden Testspielen gegen Weissrussland je ein bis zwei zusätzliche Spieler mitnehmen wird. Erst in jener Trainingswoche in Winnipeg will er auch definitiv entscheiden, ob 7 Verteidiger und 13 Stürmer oder 8 und 12 gemeldet werden. Der Wettlauf nach Vancouver ist also noch längst nicht zu Ende. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.12.2009, 09:37 Uhr

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3 Kommentare

toni Iten

21.12.2009, 12:10 Uhr
Melden

Ralph Krüger leidet an Engstirnigkeit. Tourismus Davos soll doch ihn zum Spengelercup einladen. Vielleicht merkt er endlich, dass es einen HC Davos gibt. Antworten


Lukas Patrik Gysel

21.12.2009, 19:00 Uhr
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Vielleicht können wir in Zukunft mal wieder mit den nominell besten Spielern antreten. Dann interessieren auch die Natispiele wieder. Antworten



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EndeSpanien - Serbien2:0
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EndeNorwegen - England0:1
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Stand: 27.05.2012 13:46
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Stand: 25.05.2012 15:24
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