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Im Schweizer Eishockey muss härter gearbeitet werden

Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 10.05.2011 43 Kommentare

Die Schweizer Nationalmannschaft hat an der A-WM die Erwartungen nicht erfüllt. Jetzt müssen die Lehren aus dem Turnier gezogen werden, sonst droht der nationalen Eishockey-Bewegung ein Rückschlag.

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Das Team von Sean Simpson hat den Sprung unter die Top Acht nicht geschafft, obwohl es nominell stärker besetzt war als die letztjährige B-Auswahl, die Rang 5 erreicht hatte. Platz 9 in der Slowakei ist nach einer guten Vorbereitung eine Enttäuschung, weil der Fan zu Recht den Anspruch hat, dass die gut entlöhnten Schweizer Profis dem Minimalziel Viertelfinal aufgrund von Status und Renommee gerecht werden müssen. Verdorben hat sich die Schweizer Delegation die Tage in Kosice wegen der ungenügenden Vorstellungen in den beiden Partien gegen die Mittelklass-Nationen Frankreich und Norwegen, in denen nur gerade zwei Punkte und drei Tore herausschauten. Dass Simpsons Männer durchaus Potenzial für höhere Ziele hätten, deuteten sie in den Partien gegen Weissrussland, Kanada und auch Schweden an. Im bedeutungslosen Duell gegen die USA bewies das Team zumindest Charakter.

Spieler, Coaches und der Verband tun gut daran, das frühe Scheitern in der Slowakei ernsthaft zu analysieren. Auch Simpson muss über die Bücher, er muss überlegen, ob er in personeller Hinsicht alles richtig gemacht hat. Jetzt aber auf den Nati-Trainer einzuprügeln, wäre nicht der richtige Ansatz. Der Kanadier hat der Mannschaft ein taktisch modernes Konzept verpasst, das sich wohltuend vom Marignano-Stil seines Vorgängers abhebt. Simpson wird zukünftig ein rauerer Wind entgegenblasen, aber das gehört zu seinem Job. Das Hauptproblem der Landesauwahl ist neben mentalen Defiziten die Torflaute von Schweizer Stürmern – ein altes Lied. Und noch immer wartet man in einem Land, das im Vergleich zu anderen Nationen über eine dichte Infrastruktur verfügt, auf einen gebürtigen Schweizer Forward, der in der National Hockey League Fuss fassen kann. Deshalb bedarf auch die Arbeit im Nachwuchsbereich einer ernsthaften Prüfung. Es muss schon ganz früh intensiver und präziser gearbeitet werden – mit Trainern, die über ein enormes Fachpotenzial verfügen. Diese Lehrmeister dürfen auch ruhig aus den grossen Eishockey-Nationen stammen.

Die WM in der Slowakei hätte ein Neubeginn für das Schweizer Eishockey sein sollen, das sich zurzeit neu strukturiert und in Winterthur ein Ausbildungszentrum erhält. Aber nur wenn die Lehren aus der misslungenen Mission Slowakei gezogen werden, kann das Schweizer Eishockey einen Schritt nach vorne machen. Und das geht nur über harte Arbeit im Alltag – und zwar auf allen Stufen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.05.2011, 19:11 Uhr

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43 Kommentare

Severin Brunner

09.05.2011, 19:26 Uhr
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Die Analyse ist relativ einfach: die Schweiz befindet sich am unteren Rand der Top-Nationen. Sie steigt zwar nicht ab, dringt aber normalerweise auch nicht nach vorne. Das Abschneiden der Norweger ist eine grosse Überraschung, die wahrscheinlich niemand so hervorsehen konnte. Wir werden sehen, wie weit sie noch kommen .. Aber klar ist auch, dass die Schweiz nicht mehr viel Luft nach vorne hat. Antworten


Pat McAllister

09.05.2011, 20:04 Uhr
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Was mich besonders nervt ist, dass man im Vorfeld der WM jeweils so ein TamTam macht. Die Vorbereitungsspiele gewinnen sie jeweils locker um dann aber im Turnier grandios - wie immer - zu scheitern. Mit den Fussballern ist es doch genau das gleiche. In den besten Hotels logieren, null Leistung abgeben. Meine Einschätzung vor dem Turnier hat sich jedenfalls bestätigt. Antworten



Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 13:54
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Roland Garros
27.05Live Cipolla - Wawrinka3:6 3:3
Stand: 27.05.2012 13:46
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Federer - Kamke
28.0511:00Bolelli - Nadal
Stand: 25.05.2012 15:24
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