Jonas Hiller: «Ich muss mir keine grosse Sorgen machen»
Von Reto Kirchhofer. Aktualisiert am 03.08.2011 1 Kommentar
Dossiers
Artikel zum Thema
Jonas Hiller trainiert beim SC Bern. (Bild: Stefan Anderegg)
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Jonas Hiller, wie kam Ihr temporäres Engagement beim SC Bern zustande?
Ich wohne mittlerweile mit meiner Freundin in Bern. Deshalb habe ich bei Sven (Leuenberger, SCB-Sportchef, die Red.) angefragt, ob es möglich wäre, im August mit dem SCB zu trainieren. Ich wusste auch, dass Mark Streit, Yannick Weber und Roman Josi ebenfalls dabei sind. Davos wäre die andere Option gewesen, aber ich bin froh, haben Sven und Larry Huras ihr Okay gegeben – anstatt fünf Stunden im Auto zu sitzen, kann ich nun mit dem Velo ins Training fahren.
In diesem Jahr mussten Sie wegen Gleichgewichtsstörungen und Schwindelgefühlen oft pausieren – wie geht es Ihnen?
Ich habe die Symptome nie im Alltag, sondern nur auf dem Eis gespürt. Vor zwei Wochen war ich in Verbier im Goalie-Camp, da klappte es ganz gut. Es gibt ab und zu Situationen, in denen ich mich noch nicht zu 100 Prozent sicher fühle. Aber das ist eine Vertrauenssache. Ich bin dankbar, beim SCB Spielpraxis zu erhalten.
Haben Sie in den letzten Monaten die schwierigste Situation Ihrer Karriere durchlebt?
Positiv war, dass ich bis zum Februar eine sehr gute Saison hatte. Dies gab mir Selbstvertrauen, weil ich wusste, dass mich Anaheim nicht einfach fallen lassen würde. Das Schwierigste ist, nicht zu wissen, was der Auslöser war – ich weiss es bis heute nicht.
Wie oft trainieren Sie in den kommenden Wochen?
Diese Woche zweimal mit dem Team, nächste Woche dreimal, ab Mitte August täglich. Ich kann mir die Zeit selbst einteilen, mache daneben Kraft- und Konditionstraining. Auf dem Eis will ich mich akklimatisieren. Ich brauche ein gutes Gefühl, bevor ich Anfang September ins Camp nach Anaheim fliege.
Die Anaheim Ducks haben mit Jeff Deslauriers einen dritten Goalie verpflichtet. Werten Sie dies als Misstrauensvotum?
Nein, die Verantwortlichen haben mich informiert, dass sie zur Absicherung einen weiteren Torhüter holen werden. Ich schaue zu mir – bin ich im September wieder fit, muss ich mir keine grossen Sorgen machen.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 03.08.2011, 15:36 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:

Bitte warten