Lions: Alte Ziele - neues Personal

Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 07.09.2010

Das Gesicht der ZSC Lions hat sich über den Sommer verändert. Auch auf dem Goalieposten gibt es eine Mutation: Lukas Flüeler hat Ari Sulander als Nummer 1 abgelöst.

Neue Zuversicht, alte Ziele: Betriebschef Peter Zahner (l.) und Trainer Colin Muller erklären die Vorgaben bei den ZSC Lions.

Neue Zuversicht, alte Ziele: Betriebschef Peter Zahner (l.) und Trainer Colin Muller erklären die Vorgaben bei den ZSC Lions.
Bild: Keystone

Abtausch bei den Löwen: Lukas Flüeler (l.) beginnt die Saison als Nummer 1 beim ZSC, Ari Sulander hütet das Tor für die GCK Lions. (Bild: Keystone )

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An der traditionellen Medienkonferenz der Lions - ohne Beisein von Obmann Walter Frey - hat der ZSC seine sportlichen Ziele und Herausforderungen für den nächsten Winter öffentlich formuliert. Dabei erklärte Sportchef Edgar Salis wohl eher zum Erstaunen der Anhängerschaft, dass Lukas Flüeler die am Freitag beginnende NLA-Saison als Nummer 1 beginnen wird, während Routinier Ari Sulander (41) den GCK Lions in der NLB Schützenhilfe leistet. Zumindest sieht das die technische Etage so vor. Ob sich am Status des bewährten Finnen etwas ändern wird, wenn er den Schweizer Pass erhalten wird, ist auch eine Frage, wie sich der jüngere Flüeler (21) bewähren wird. Auf jeden Fall rechnet in der Organisation niemand damit, dass Sulander den roten Pass während dieser Spielzeit erhalten wird, obwohl das Einbürgerungsgesuch am 1. August bei den Behörden eingereicht wurde.

Im Löwenrevier haben sich weitere personelle Retouchen ergeben, eine Folge des frühen Scheiterns im Viertelfinal gegen den EV Zug im vergangenen Frühling. Nach einer gründlichen Analyse ist man in Oerlikon zur Kenntnis gekommen, dass «die Lions defensiv stabiler, bösartiger und leidenschaftlicher auftreten müssen», wie es Betriebschef Peter Zahner heute Nachmittag ausdrückte. Salis hatte in Folge den Auftrag, dieses Handicap mit Verstärkungen wettzumachen. Das Resultat kann sich mehr als sehen lassen - zumindest auf dem Papier. Der ehemaligen Kultfigur im alten Hallenstadion gelang es, einige namhafte Spieler zu engagieren. Mit den Verteidigern Cory Murphy und Duvie Westcott sowie den ehemaligen Zürcher Internationalen Thomas Ziegler und Thierry Paterlini dürfte die Defensive stabiler werden, die physische Präsenz auf dem Eis markant gesteigert werden. Mit Andres Ambühl nimmt auch die Offensive an Tempo und Unberechenbarkeit zu, womit das zuletzt harmlose Transition Game, das Umschalten von Abwehr auf Angriff, wieder zu einem Trumpf der Zürcher werden könnte. Mit Murphy steht ein ausgewiesener Playmaker im Powerplay zur Verfügung. Damit ist Nati-Captain Mathias Seger punkto Organisation zahlreicher Spielsituationen nicht mehr auf sich alleine gestellt.

Eine neue Identität gesucht

Der kanadische Stürmer Blaine Down gehört von Saisonbeginn weg zu den grossen Lions. Dazu stossen mit Sven Ryser und Luca Camperchioli zwei Junglöwen und U20-Nationalspieler dazu, von denen Colin Muller einen Schritt nach vorne in der Entwicklung erwartet. Muller selbst findet sich in einer neuen Rolle wieder: Er ist vom Assistenten zum Headcoach aufgestiegen. Der Kanada-Schweizer wird neu vom erfahrenen Bob Leslie begleitet. «Wir haben eine neue Identität gesucht und auch gebraucht», sagte Muller vielsagend zu den doch zahlreichen Mutationen bei den Lions.

Wegen den Transfers, aber auch wegen dem routinierten Gerippe sind die sportlichen Ziele wie eine Placierung unter den Top 4 nach der Qualifikation sowie dem Erreichen der Playoff-Halbfinals eine realistische Vorgabe. «Es sind die gleichen Ziele wie vor einem Jahr», erklärte Zahner und fügte mit ernster Miene hinzu, dass Attribute wie Einsatz und Leidenschaft von den Profis verlangt würden. Budgetiert wurde abermals mit der Qualifikation für die Halbfinals.

Mit Retro-Shirts gegen Lugano

Der Verkauf von Saisonabos liegt im gleichen Rahmen wie im Vorjahr (5700), die vornehmlich roten Heimdresses erhalten farblich einen grösseren blauen Anteil. Vor allem die ältere Fangemeinde dürfte den 6. November kaum verpassen: Dann treten die Lions im Rahmen der 80-Jahr-Feier des ZSC mit Retro-Leibchen gegen den Erzrivalen aus Lugano an.

Auch für die GCK Lions bedeutet diese Saison ein Neustart. Ex-Goalie Dino Stecher hat den langjährigen Trainer Beat Lautenschlager abgelöst. Die Junglöwen werden in der NLB, die neu nur noch zehn Teams umfasst, versuchen, die Playoffs zu erreichen. Nebst der Ausbildung von Talenten sollen die Junioren aber auch lernen, zu gewinnen. Schliesslich soll sich der Nachwuchs möglichst früh an den Leistungsdruck gewöhnen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.09.2010, 17:14 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 13:54
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Roland Garros
27.05Live Cipolla - Wawrinka3:6 3:3
Stand: 27.05.2012 13:46
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Federer - Kamke
28.0511:00Bolelli - Nadal
Stand: 25.05.2012 15:24
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