Supertalent schiesst ZSC zum Derbysieg

Mit einem späten Tor schiesst die neue NLA-Attraktion Kloten tiefer ins Elend. Zug macht dank einem Sieg einen grossen Sprung in der Tabelle.

Auston Matthews (rechts) trifft zum 2:1-Siegtreffer für die ZSC Lions.

Auston Matthews (rechts) trifft zum 2:1-Siegtreffer für die ZSC Lions. Bild: Keystone

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Auch das fünfte Zürcher Derby zwischen den ZSC Lions und den Kloten Flyers ist umkämpft. Dank einem Treffer von Auston Matthews fünf Minuten vor dem Ende bezwingt der Leader die Klotener 2:1.

Matthews, der designierte NHL-Superstar, hat erfolgreiche Tage hinter sich. Nach seiner Rückkehr von der U20-WM erzielte der 18-jährige Amerikaner am Dienstag beim 7:0 gegen die SCL Tigers die wegweisenden beiden Tore (zum 3:0 und 4:0) kurz vor der zweiten Pause. Nun entschied der Stürmer auch die 198. Auflage des Zürcher Derbys mit einem gekonnten Heber für sich.

Klotener Chancen

Dank dem Tor von Matthews verbesserten die ZSC Lions auch die Derby-Bilanz in dieser Saison. Die verzweifelt um einen Playoff-Platz kämpfenden Kloten Flyers hatten drei der bisherigen vier Duelle für sich entschieden. Die Gelegenheiten, ein viertes Derby zu gewinnen, besass das Team von Trainer Sean Simpson durchaus. Am Ende aber verpasste Kloten den dritten Auswärtssieg in Folge und den Anschluss an den Strich.

Zu Beginn der Partie lagen die Vorteile eher auf Seiten der Klotener. Und Romano Lemm brachte seine Mannschaft nach fünf Minuten dann auch in Führung. Für den 138-fachen Internationalen, der zuletzt oftmals nur noch 13. Stürmer oder gar überzählig war, war es im 35. Spiel der erste Saisontreffer. Zehn Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels glich Mike Künzle für die Lions aus. Und ab dem zweiten Abschnitt übernahmen die Stadtzürcher immer mehr das Spieldiktat.

Zuger Arbeitssieg

Zug revanchiert sich gegen Lausanne erfolgreich für die beiden Niederlagen zum Auftakt des Jahres. Dank einem 2:0-Arbeitssieg machen die Innerschweizer in der Tabelle einen Sprung von Platz 5 auf 2.

3:4 nach Verlängerung und 2:4 hatte der EVZ in den ersten beiden Partien nach der Weihnachtspause gegen Lausanne verloren. Ein drittes Mal vermochten die Lausanner den neuen, ersten Verfolger der ZSC Lions nicht zu überraschen. Zwar bekundeten die Zuger gegen Lausanne erneut Mühe, am Ende aber setzten sie sich verdient durch.

Dario Bürgler krönte eine starke Partie in der 54. Minute mit dem entscheidenden zweiten Treffer. Die Führung hatte Jarkko Immonen in der 11. Minute erzielt. Zug feierte den dritten Sieg in Folge und ist in der Tabelle nun der erste Verfolger der ZSC Lions.

Das Spiel war auch ein Duell der vielleicht beiden besten Torhüter auf Schweizer Eis. Und Sowohl Zugs Tobias Stephan als auch Lausannes Cristobal Huet zeigten sich einmal mehr von ihrer besten Seite. Stephan liess zum sechsten Mal in dieser Saison keinen Treffer zu; kein anderer NLA-Keeper hat bisher mehr Shutouts gefeiert als der Schweizer Internationale.

Huet hielt seine arg dezimierte und mit drei Junioren angetretene Mannschaft lange Zeit im Spiel. Dank dem Franzosen durften die Lausanner bis zum zweiten Gegentreffer auf zumindest einen Punktgewinn hoffen. Zweimal bekundete Huet allerdings auch Glück, als die Abschlüsse der Zuger Josh Holden (11.) und Pierre-Marc Bouchard (58.) von der Latte zurück ins Feld prallten.

Zug - Lausanne 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)

6088 Zuschauer. - SR Stricker/Vinnerborg, Espinoza/Obwegeser. - Tore: 11. Immonen (Bouchard, Schnyder) 1:0. 54. Bürgler (Zangger) 2:0. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Pesonen.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Morant, Alatalo; Blaser, Erni; Martschini, Holden, Suri; Schnyder, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Zangger; Marchon, Diem, Senteler.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Jannik Fischer; Stalder, Trutmann; Nodari; Simon Fischer, Hytönen, Déruns; Antonietti, Miéville, Pesonen; Danielsson, Froidevaux, Kneubuehler; Lardi, Savary, Roberts; In-Albon.

Bemerkungen: Zug ohne Lammer, Thibaudeau (beide verletzt) und Lüthi (überzählig), Lausanne ohne Bang, Herren, Augsburger, Conz, Rytz, Louhivaara (alle verletzt) und Walsky (abwesend aus familiären Gründen). NLA-Debüt von Loic In-Albon (18). Lattenschüsse Holden (11.) und Bouchard (58.). Timeout Lausanne (59:11). Lausanne ab 58:52 ohne Torhüter.

ZSC Lions - Kloten Flyers 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

9949 Zuschauer. - SR Massy/Wiegand, Fluri/Tscherrig. - Tore: 6. Lemm 0:1. 20. (19:50) Künzle (Matthews, Herzog) 1:1. 55. Matthews (Herzog, Nilsson) 2:1. - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Nilsson; Hollenstein.

ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Siegenthaler; Rundblad, Bergeron; Seger, Geering; Phil Baltisberger; Nilsson, Keller, Wick; Chris Baltisberger, Matthews, Herzog; Bärtschi, Schäppi, Neuenschwander; Künzle, Suter, Malgin; Bachofner.

Kloten Flyers: Gerber; Frick, Gustafsson; Büsser, Back; Collenberg, Schelling; Praplan, Santala, Hollenstein; Kolarik, Sheppard, Bieber; Casutt, Liniger, Lemm; Hasani, Obrist, Kellenberger; Guggisberg, Leone.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Flüeler, Hächler, Cunti, Schnyder, Trachsler, Karrer, Fritsche, Leimbacher (alle verletzt) und Shannon (überzähliger Ausländer), Kloten Flyers ohne Stoop, von Gunten, Harlacher (alle verletzt) und Olimb (überzähliger Ausländer). Casutt (25:22) und Bachofner (25:42) verschiessen Penaltys. Timeout Kloten Flyers (59:02). Kloten Flyers ab 59:02 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. ZSC Lions 38/74 (125:89). 2. Zug 35/64 (117:90). 3. Davos 36/64 (122:100). 4. Genève-Servette 35/63 (111:96). 5. Lugano 37/62 (110:101). 6. Fribourg-Gottéron 38/57 (111:120). 7. Lausanne 38/53 (91:105). 8. Bern 37/52 (119:120). 9. Ambri-Piotta 36/51 (105:115). 10. Kloten Flyers 37/47 (108:116). 11. SCL Tigers 36/40 (101:124). 12. Biel 39/36 (95:139). (si)

(Erstellt: 12.01.2016, 15:14 Uhr)

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