Wie schwer ist Martin Gerber verletzt?
Der 35-jährige Nationalgoalie verletzte sich im KHL-Spiel mit Atlant Mytischtschi gegen Witjas Tschechow (4:5 n.V.) bei einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Stürmer erheblich. Nur wie gravierend die Verletzung wirklich ist, ist noch unbekannt.
Noch nicht bestätigt wurden Medienberichte, wonach sich Gerber einen Halswirbel gebrochen haben soll. Die erste Diagnose im Spital von Tschechow (Kompressionsfraktur am vierten Halswirbel) hätte das Saisonende und zwei Monate Spitalaufenthalt für den Emmentaler bedeutet. Gerber wurde noch am Sonntag in eine Spezialklinik nach Podolsk verlegt, wo nach einer zweiten Untersuchung eine völlig andere Diagnose herauskam. Plötzlich war bloss noch von einer Prellung und nicht mehr von einem Bruch des Halswirbels die Rede. Klarheit wird wohl erst die MRI-Untersuchung von Anfang Woche ergeben.
Derzeit geht Gerber aber nicht davon aus, dass die Saison für ihn vorzeitig zu Ende geht. Auch die Teilnahme an den Winterspielen in Vancouver schreibt er noch nicht ab. «Er war am Sonntagabend gut aufgelegt und geht im Moment eher von einer kurzen als vor einer langen Pause aus», sagte Nationalcoach Ralph Krueger, der über Gerbers Ehefrau Kontakt zum Goalie hielt. Krueger: «Gerber war nach dem Zusammenprall ständig bei Bewusstsein und erlitt auch keine Gehirnerschütterung.» Die Ärzte des Schweizer Nationalteams, das diese Woche drei Länderspiele bestreitet, stehen in ständigem Kontakt mit den verantwortlichen Ärzten in Russland.
Gerber verletzte sich bei einer Kopf-gegen-Kopf-Kollision mit Stürmer Romanow (Tschechow), der wegen Mytischtschi-Back Leonid Kanarejkin das Gleichgewicht verloren hatte. Kanarejkin wurde für die Behinderung von Romanow mit einer Zweiminutenstrafe belegt. Gerber wurde mit einer Bahre abgeführt. (rue/si)
Erstellt: 14.12.2009, 14:30 Uhr
