ZSC in einer neuen Sphäre
Von Benjamin Muschg. Aktualisiert am 29.01.2009 31 Kommentare
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Es kommt im Leben eines Sportjournalisten vor, dass er einen Kommentar zu einem grossen Ereignis in zwei Ausführungen schreiben muss, bevor es überhaupt stattgefunden hat. Die Zeit ist nach dem Wettkampf knapp, und Sieg oder Niederlage ändern die Beurteilung des Geschehens grundlegend. Im Fall dieses Champions-League-Finals ist das zum Glück anders. Hier genügt es vollkommen, je nach Ausgang des Spiels im letzten Abschnitt einige kleinere Anpassungen anzubringen.
Denn ob die ZSC Lions nun die letzte Partie gegen Magnitogorsk auch noch gewonnen haben oder nicht, ändert nichts daran, dass sie in diesem Europacup Grosses geleistet haben für sich selbst und für andere. Zunächst hat die Mannschaft, die heute vor einem Jahr noch um die Qualifikation fürs NLA-Playoff bangte, auf ihrem Siegeszug durch Europa bewiesen, dass sie zu den besten Klubteams ausserhalb der NHL gehört. Sie bescherte damit auch der Stadt Zürich den grössten internationalen Erfolg, seit der FCZ 1964 und 1977 zweimal den Halbfinal des europäischen Fussball-Meistercups erreichte.
Damit hat der ZSC auch den Beweis erbracht, dass sich die Schweizer Nationalliga sportlich vor keiner anderen europäischen Topliga zu verstecken braucht. In Kombination mit der hohen Lebensqualität in unserem Land garantiert das den Managern der NLA-Klubs weiterhin gute Argumente, wenn es darum geht, Topspieler in die Schweiz zu holen oder hier zu halten. Und zu guter Letzt haben die Lions auch noch landesweit Werbung für einen neuen Europacup gemacht, für den sich aufgrund der Erfahrungen mit seinen Vorgängerwettbewerben zu Beginn nur wenige interessierten. Dank dem ZSC kann niemand mehr behaupten, dass internationales Klub-Eishockey in der Schweiz nicht zu verkaufen ist.
All diese Erfolge hatte der ZSC schon vor dem letzten Spiel dieser Champions Hockey League errungen. Mit dem grössten Sieg in der Geschichte des Schweizer Klub- Eishockeys ist er gestern endgültig in eine neue Sphäre vorgestossen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 29.01.2009, 08:16 Uhr
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31 Kommentare
Unglaublich was hier geleistet wurde bezüglich Image des ZSC und für das Image des CH Eishockeys. Nicht vergessen werden darf aber auch die Vorarbeit von Harry Kreis, dem es gelungen ist eine homogene Truppe die für einander durchs Feuer geht zu schmieden. Das dies nicht einfach ist zeigte, dass er dafür fast zwei Jahre Zeit brauchte! Die ECHL ist eine gute Abwechslung im Meisterschaftsalltag. Antworten
