Eishockey in Nürnberg: Alle wollen nach Europa

Der SC Bern trifft am Wochenende im Qualifikationsturnier zur Champions Hockey League (CHL) auf Gastgeber Nürnberg und Kosice aus der Slowakei. Den NLA-Klub erwartet eine schwierige, aber lösbare Aufgabe.

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Nur der Turniersieger von Nürnberg darf im neuen, finanziell durchaus attraktiven Eishockey-Europacup mitmachen. «Bern ist absoluter Favorit», meint Otto Sykora, der Sportdirektor der Sinupret Ice Tigers. Vom Sieger der letztjährigen Qualifikationsphase der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) weiss man hierzulande wenig, das Kader ist nicht prominent besetzt. Doch die Berner tun gut daran, die Franken nicht zu unterschätzen. Die Ice Tigers praktizieren Eishockey, wie man es aus der DEL kennt: kanadisch ausgerichtet, gepaart mit deutschen Tugenden wie Kampfgeist, Einsatz und Siegeswillen. Rein spielerisch gesehen ist der SC Bern bestimmt stärker einzustufen. Trainiert werden die Eis-Tiger vom Trainer-Duo Andreas Brockmann/Martin Jiranek, die in den ersten beiden Meisterschaftsrunden zusammen mit ihren Spielern zwei Niederlagen einstecken mussten.

Nicht der Stellenwert des Fussballs

Eishockey ist in Deutschland geduldet, erreicht aber nicht den Stellenwert des Fussballs, mit Ausnahme der Städte Düsseldorf und Köln. Zahlreiche Klubs kämpfen ums finanzielle Überleben, so auch die Nürnberger. Obwohl Aussenseiter, glauben sie an ihre sportliche Chance. «Wir wollen Europa» lautet der Slogan des Qualifikationsturniers. Verteidiger Christian Laflamme, der eigentlich schon zurücktrat, wurde extra für dieses Weekend als Verstärkung aus Übersee eingeflogen. «Wir wissen, was auf dem Spiel steht und wollen die Chance nutzen», sagt Sykora. In der heutigen Partie gegen den SCB «wollen wir ein hohes Tempo anschlagen und den Gegner unter Druck setzen».

Slowaken sind in Form

Der HC Kosice, am Samstag Gegner der Berner und letztjähriger Playoff-Finalist, führt die Tabelle in der Slowakei an. Jüngst wurde auch Champion Slovan Bratislava mit 5:2 geschlagen. Vier Tschechen bilden die Ausländerfraktion dieser Equipe, welche die Stärken und Schwächen des slowakischen Eishockeys verkörpert: Solid in Defensive und Offensive, aber mitunter launisch und zu wenig konsequent vor dem eigenen und dem gegnerischen Tor.

Der SCB kann den Sprung in die CHL schaffen. Er kann aber auch zweimal verlieren. Dann wäre ein erstes Ziel schon einmal nicht erreicht und würde für Unruhe im Grossklub sorgen. Die Berner stehen schon früh in dieser Saison unter Druck - aber das ist nichts Neues für das Team von Coach John van Boxmeer. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 12.09.2008, 13:39 Uhr)

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