Beim Leibchen-Loser flogen schon die Fäuste

Mahiedine Mekhissi verlor an der EM sein Steeple-Gold, weil er sich das T-Shirt vom Leib riss. Der Franzose fiel schon mehrmals auf – einmal mit einer Schlägerei auf der Bahn.

Mahiedine Mekhissi reisst sich vor der Ziellinie das T-Shirt vom Leib.


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Der Franzose Mahiedine Mekhissi lief am dritten Tag der Leichtathletik-EM mit Abstand als Erster über die Ziellinie des Steeple über 3000 Meter. Trotzdem erhält sein Landsmann Yoann Kowal Gold. Die Jury hat Mekhissi disqualifiziert, weil er sich vor dem Ziel das Shirt vom Leib riss.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mekhissi von sich reden macht: Nach dem 1500-Meter-Lauf am Leichtathletik-Meeting in Monaco 2011 verpasste der Franzose Mehdi Baala seinem Landsmann und Gegner Mahiedine Mekhissi eine Kopfnuss. Dieser quittierte die Aktion mit Faustschlägen. Sie hatten die 1500 Meter grösstenteils beieinander zurückgelegt und liefen im hinteren Teil des Feldes ein.

Wie es zu den Handgreiflichkeiten kam, ist unklar. Im Interview sagte Baala später, er habe seinen Landsmann aufmuntern wollen, dieser habe dies wohl als Provokation verstanden und habe ihn beschimpft. «Ich habe mich bedroht gefühlt und reagiert», sagte Baala. Mekhissi seinerseits führte an, er habe nicht verstanden, was Baala von ihm wollte. Er glaubte, sein Landsmann scherze und habe sich ihm genähert. Dann folgte die Kopfnuss. Videoaufnahmen zeigen, dass Mekhissi zu Baala spricht. Was genau er damals sagte, ist umstritten.

Die Aktion hatte für beide Läufer Konsequenzen. Sie wurden für 10 Monate gesperrt (fünf davon auf Bewährung), mussten eine Strafe von 1500 Euro bezahlen und 50 Stunden Sozialarbeit leisten.

Ein Jahr später machte Mahiedine Mekhissi an den Europameisterschaften ebenfalls abseits der Bahn von sich reden: Er schubste dort das Maskottchen Appy. Im Plüschkostüm steckte ein 14-jähriges Mädchen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 15.08.2014, 10:38 Uhr)

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Der Leibchen-Loser vom Letzigrund

Der Leibchen-Loser vom Letzigrund Mahiedine Mekhissi zog sich vor dem Ziel das Shirt vom Leib – und verlor Gold.

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