13-Jähriger stirbt bei Motorrad-Rennen
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 29.08.2010 18 Kommentare
Peter Lenz kurz vor seinem tödlichen Unfall.
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Der erst 13-jährige Amerikaner Peter Lenz stürzte in der Warm-up-Runde eines Nachwuchsrennens und wurde vom nachfolgenden Piloten, dem 12 Jahre alten Xavier Zayat, überfahren. Obwohl die Sanitäter sofort die Wirbelsäule des Jungen aus dem Bundesstaat Washington stabilisierten und ihn ins Krankenhaus überführten, erlag er drei Stunden nach dem Unfall seinen Verletzungen. Zayat zog sich leichte Blessuren zu - seelisch ist der Zwischenfall für ihn aber eine Tragödie.
Ob Lenz' Eltern zum Zeitpunkt des Unfalls an der Strecke weilten, ist noch nicht bekannt. Sicher ist aber, dass der Tod des 13-jährigen Schülers eine Diskussion über das Mindestalter für Motorsport-Einsätze entfachen wird.
Sogar Weltmeister Rossi stürzte auf der rutschigen Strecke
Experten sind der Meinung, dass die rutschige Strecke für ein Nachwuchsrennen denkbar ungeeignet gewesen sei. Die Tatsache, dass der amtierende MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi an diesem Wochenende in Indianapolis dreimal stürzte, stützt diese These. WM-Leader Jorge Lorenzo bezeichnete den Kurs als ungemein schwierig.
«Gott segne Peter und den anderen Jungen»
Der verunglückte Peter Lenz galt in der Motorrrad-Szene als grosse Nachwuchs-Hoffnung. Er bestritt seit seinem siebten Lebensjahr Rennen und sammelte auf nationaler Ebene neun Titel. Zum Vergleich: Der Schweizer Top-Fahrer Tom Lüthi startete seine Karriere als Neunjähriger.
Auf seiner Facebook-Seite, über die Lenz seine rund 7000 Fans jeweils mit Neuigkeiten versorgte, drückten am Sonntagabend bereits zahlreiche Menschen der Familie des kleinen Rennfahrers ihr Beileid aus. «Gott segne Peter und den anderen Jungen, der in den Unfall involviert war», schrieb ein User.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.08.2010, 22:31 Uhr
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18 Kommentare
Täglich sterben an die 30.000 Kinder unter fünf Jahren an behandelbaren oder vermeidbaren Krankheiten, das sind fast 11 Millionen Kinder pro Jahr. Aber darüber wird nur am Rande berichtet. Bei uns begeben sich einzelne Kinder freiwillig dem Risiko hin, zu sterben und darüber werden dann Schlagzeilen geschrieben, wie tragisch das Ganze doch sei. Eine unglaubliche Tatsache. Antworten
mit einem jungen Alter hat das nichts zu tun,wenn man Talent hat dann soll man das Kind auch fördern wenn man die nötigen Mittel hat.Ich habe das Rennen mit Lüthy gesehen,einfach so,da ich schon lange kein Töffrennen mehr gasehen habe und mein Fazit:Die Strecke ist so gefahrlich und rutschig,für Töffrennen unbrauchbar,den Tod haben die Betreiber der Rennstecke auf dem gewissen. Antworten
Was haben 12- und 13-jährige Buben auf Töffrennmaschinen zu suchen ? Eltern, die das tolerieren tragen die Verantwortung. Sie haben versagt. Mit ihnen fehlt mir das Mitleid. Für den Verunfallten und den nachfolgenden Knaben ist die Sache tragisch. Sie sind in ihrem Kindesalter nicht verantwortlich; da können sie sich bei den Eltern bedanken und der verrückten Gesellschaft, die solches zulässt. Antworten
Alle wundern sich und als Reaktion fordern sie alle sofortige Verbote, Mindestalter usw. Dabei geht immer vergessen: niemand wird dazu gezwungen und sie tun es freiwillig. Selber schuld. Anderswo müssen Kinder zu Hungerlöhnen arbeiten, erhalten keine Schulbindung usw. Das stört niemanden. Und solche Meldungen wie die des Jungen sind gefundenes Fressen für der Medien. Der Mensch wird untergehen... Antworten
Als Vater von 4 Kindern im Alter von 9-17 Jahren frage ich mich, wie es in den USA möglich ist, dass 13 Jährige bereits solche gefährliche Rennen überhaupt fahren dürfen! Wie ich auf der Webseite dieses "Noch-Kindes" erfahren habe, startete er seine Karriere bereits im Alter von 7 Jahren. Präsident Obama sollte unbedingt in dieser Angelegenheit eine Gesetzesrevision in Angriff nehmen! Antworten
Dies ist die Realität neben jedem Spitzensport, ob das nun Fussball, Ski oder Motosport ist, die Jugendförderung im Nachwuchs beginnt nun mal möglichst früh. Niemand rechnet mit so heftigen Unfällen. Über ein Mindestalter bei gewissen Rennstrecken sollte durchwegs diskutiert werden. Aber wo lernen es die Nachwuchspiloten dann? Trainiert wird meistens auf den schwierigeren Tracks. Antworten
welcher Junge würde nicht gerne diesen Sport betreiben? Die meisten wahrscheinlich. Die einten weil es cool ist und die Eltern am puschen sind, die anderen weil sie wirklich Talent haben und das als wirkliches Hobby betreiben möchten. Aber allen ist eines gemeinsam, das Sterben. Ich glaube nicht das einer von ihnen wirklich weiss was sterben heisst!! Antworten
Meiner Meinung nach sollte man tatsächlich über ein Mindestalter nachdenken - allerdings sollte man sich keinen Illusionen hingeben und glauben, dass es dadurch verhindert hätte werden können. Es geht um ein allgemein zulässiges Rennalter. Auch als 16, 18 oder 30ig-jähriger kann man sterben wenn man überfahren wird.... Antworten
Schreckliche Sache, Motorradfahren ist halt eben lebensgefährlich! Inwieweit sich das mit der Sorgfaltspflicht der Eltern, dem Kind gegenüber verhält? Ob sich die Eltern nun vor Gericht rechtfertigen müssen? Mit Einführung eines Mindestalters für diesen Sport - der sog. Volljährigkeit wäre wenigstens dem nicht so. Sterben aber können auch diese, dann älteren Jungs! Antworten

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Georg Klein
Selektives Lesen könnte man es nennen, was jene gemacht haben, die dann hier schreiben, sowas sei nur in den USA möglich und Obama soll was dagegen unternehmen. Im Artikel steht doch, dass unser Tom Lüthi seine Karriere als Neunjähriger gestartet hat. Da ist Obama nicht zuständig, oder? Und Schumacher gewann laut Wikipedia zum ersten mal ein Rennen als er 5 Jahre alt war. Auch nicht Obama's Job. Antworten