BMW-Sauber legt Protest ein
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Nach der Qualifikation zum GP von Malaysia gab der Rennstall in Sepang sein Schreiben bei den Rennkommissaren ab. BMW-Sauber reihte sich damit in die Gruppe der Kläger mit Ferrari, Red Bull und Renault ein. Diese drei Teams waren bereits eine Woche zuvor beim Auftaktrennen in Melbourne mit ihren Protesten wegen des umstrittenen aerodynamischen Bauteils am Ende des Unterbodens gescheitert. Sie legten daraufhin Einspruch ein. Die Verhandlung vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes Fia ist für den 14. April angesetzt.
Ein rein formaler Akt «Das ist ein rein formaler Akt», erklärte BMW- Motorsportdirektor Mario Theissen den Schritt. Dadurch sei gesichert, dass die Resultate des Rennens am Sonntag mit in die richterliche Entscheidung bei der Berufungsverhandlung einfliessen. Hätte niemand Protest erhoben, würden die Autos der beklagten Teams für den Grand Prix als legal gelten. Die Ergebnisse des zweiten Saisonlaufs stünden dann nicht unter dem Vorbehalt des Urteils. Es wird erwartet, dass auch der Protest von BMW-Sauber in Sepang abgelehnt wird und der Rennstall ebenfalls Einspruch dagegen erhebt. Schon in Melbourne war das Team der Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica gegen die Diffusoren der Konkurrenz vorgegangen. Der Protest war aber aus formellen Gründen abgelehnt worden.
Doppel-Diffusoren wirken Sollten die Diffusoren nachträglich für nicht-regelkonform erklärt werden, könnten Brawn GP, Toyota und Williams ihre Punkte aus den Rennen in Australien und Malaysia verlieren. Brawn GP hatte in Melbourne durch Jenson Button und Rubens Barrichello einen Doppelsieg gefeiert. Auch in der Qualifikation in Malaysia zeigte sich die Überlegenheit der Autos mit der Unterboden-Konstruktion. Fünf der ersten sechs platzierten Fahrer fuhren mit Doppel-Diffusoren. Nur Sebastian Vettel im Red Bull als Dritter hinter Jenson Button im Brawn GP und Jarno Trulli im Toyota konnten in die Phalanx einbrechen.
(fal)
Erstellt: 04.04.2009, 16:56 Uhr

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