Die Hoffnung stirbt zuletzt
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 23.11.2009
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Formel 1: GP Brasillien
| Name | Team | Zeit | |
|---|---|---|---|
| 1. | Mark Webber | Red Bull | 1:32:17.464 |
| 2. | Sebastian Vettel | Red Bull | +16.900 |
| 3. | Jenson Button | McLaren | +27.600 |
| 4. | Fernando Alonso | Ferrari | +35.000 |
| 5. | Felipe Massa | Ferrari | +1:06.700 |
| 6. | Adrian Sutil | Force India | + 1 Runde |
| 7. | Nico Rosberg | Mercedes GP | + 1 Runde |
| 8. | Paul di Resta | Force India | + 1 Runde |
| 9. | Kamui Kobayashi | Sauber | + 1 Runde |
| 10. | Witali Petrow | Lotus Renault | + 1 Runde |
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Formel 1: WM-Stand
| Name | Team | Punkte | |
|---|---|---|---|
| 1. | Sebastian Vettel | Red Bull | 392 |
| 2. | Jenson Button | McLaren | 270 |
| 3. | Mark Webber | Red Bull | 258 |
| 4. | Fernando Alonso | Ferrari | 257 |
| 5. | Lewis Hamilton | McLaren | 227 |
| 6. | Felipe Massa | Ferrari | 118 |
| 7. | Nico Rosberg | Mercedes GP | 89 |
| 8. | Michael Schumacher | Mercedes GP | 76 |
| 9. | Adrian Sutil | Force India | 42 |
| 10. | Witali Petrow | Lotus Renault | 37 |
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«Es tut mir leid, aber ich kann Ihnen keine Stellungnahme abgeben», erklärt BMW-Sprecher Michael Rebstock gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Die «SonntagsZeitung» hat den angeblich reichen Investor Qadbak und dessen Drahtzieher Russell King endgültig als Betrüger entlarvt. Auch aus Hinwil ZH ist keine Stellungnahme von Peter Sauber eingetroffen. Der Patron hüllt sich in Schweigen, dürfte aber innerlich vor Wut kochen, nachdem die Rechtsabteilung des Münchner Automobil-Herstellers ihren Job bei der Überprüfung der dubiosen Finanzgesellschaft von den Britischen Jungferninseln offenbar nicht erfüllt und er die Fakten nicht selbst nachgeprüft hat.
Denn der Verkauf von BMW Sauber respektive die finanzielle Übernahme des Formel-1-Nachfolgeteams ist nicht vordringlich die Aufgabe vom 66-jährigen Patron aus dem Zürcher Oberland. Sie obliegt vor allem dem Werk BMW, das die Kaufsumme von rund 100 Millionen Franken ja auch kassieren wird.
Die Zeit wird knapp
Für BMW, aber auch für Peter Sauber selbst, ist die Qadbak-Akte längstens nicht zu einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht, sondern zu einem Albtraum mutiert. Denn neben dem Fakt, dass rund 420 Mitarbeiter in Hinwil weiterhin um ihren Job zittern müssen, wirft die ganze Angelegenheit um den britischen Betrüger King einen schalen Nachgeschmack punkto Seriösität auf – primär für die Marke BMW Motorsport, die imagemässig in der Öffentlichkeit noch weiter an Boden verloren hat als nach der Bekanntgabe des wenig verständlichen Rückziehers aus der Formel 1. Aber auch der Zürcher Unternehmer muss sich kritisch hinterfragen.
Für Sauber und seine treuen und fachlich einwandfreien Mitarbeiter wird die Zeit immer knapper, doch noch einen Partner für die nächste Saison in der Königsklasse zu finden. Denn Ende dieses Monats oder spätestens zu Beginn nächster Woche will der Internationale Automobil-Verband Fia die Startliste für die Saison 2010 veröffentlichen.
Ausgangslage nun besonders schwer
Nun, nichts ist in der Formel 1 ist sakrosankt. Sauber geniesst in der Branche einen guten Ruf, er verfügt über eine Belegschaft mit Knowhow und über eine gute Infrastruktur mitsamt Windkanal. Und der Patron hat zweifellos jene Beziehungen, welche die unruhige Nachfolgeregelung rund um diesen Rennstall doch noch zu einem guten Ende führen könnten.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, das weiss vor allem Peter Sauber, der sein Lebenswerk schon oft fast zerstört sah. Er ist ein Mann, der nicht so schnell den Schraubenschlüssel ins Korn wirft. Aber die Zeit drängt. Und gegen diesen Gegner ist es besonders schwer, den Kampf zu gewinnen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.11.2009, 17:08 Uhr

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