«Ich kann den Entscheid nur schwer nachvollziehen»
Aktualisiert am 29.07.2009 10 Kommentare
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Er akzeptiere und respektiere den Entscheid, könne ihn aber persönlich nur schwer nachvollziehen, liess Peter Sauber am Standort des Teams im zürcherischen Hinwil verlauten.
Sauber erschien krankheitshalber nicht an der kurzfristig anberaumten Medienorientierung, erklärte aber in einem schriftlichen Statement, der Entscheid sei für ihn «völlig überraschend» gekommen. «Ich akzeptiere und respektiere den Entscheid, kann ihn allerdings persönlich nur schwer nachvollziehen», hiess es weiter.
Er werde jetzt alles in seiner Macht Stehende versuchen, eine Lösung zu finden, die den Fortbestand des Teams am Standort Hinwil in irgendeiner Form ermögliche. «Die Ausgangslage dazu ist sehr schwierig», so Sauber.
Zunächst bleibt alles offen
Auch der geschäftsführende Direktor, Walter Riedl, zeigte sich überrascht und enttäuscht. Wie es mit dem Team und dem Standort Hinwil weitergeht, blieb zunächst offen. Die Formel 1 befindet sich bis zum Rennen in Valencia am 21. August in der Sommerpause. Laut Riedl soll voll weiter gearbeitet werden: «Wir wollen bis zum letzten Rennen Gas geben.»
Riedl ging davon aus, dass der Ausstieg nicht mit der aktuellen Leistung des Teams zusammenhängt. Er denke, dass es ein Grundsatzentscheid von BMW sei, der mit der schwierigen wirtschaftlichen Situation für die Automobilindustrie zusammen fällt. «BMW wäre wohl auch ausgestiegen, wenn wir die Nummer 1 gewesen wären», sagte Riedl.
Am BMW-Standort in Hinwil arbeiten 415 Beschäftigte. Zur Zeit werden laut den Verantwortlichen verschiedenste Optionen geprüft. Weitere Informationen sollen im September bekannt gegeben werden. (fal)
Erstellt: 29.07.2009, 15:41 Uhr
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10 Kommentare
Es geht um Geld. Ferrari wird vielleicht irgendwann seine einsamen Runden drehen, denn die Limitierung der Budgets wurde verworfen, und so werden etliche der Teams früher oder später gezwungen aus finanziellen Gründen aus dem Formel 1 Zirkus auszusteigen. Warten wir ab. Sponsoren steigen aus, die Entscheidung keine Finanziellen Limiten zu setzen war sehr kurzsichtig. Antworten
Für die Mitarbeitenden von BMW-Sauber tut es mir leid. Andererseits werden Unsummen in die F1 gebuttert. Über Sinn und Zweck kann man sicher geteilter Meinung sein. Innovation, etc. für die PW-Industrie resp. die Allgemeinheit sind wohl eher limitiert. Kosten/Nutzen scheinen für BMW ungenügend zu sein. Aus unternehmerischer Sicht ist der Entscheid nachvollziehbar. Antworten

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