Keine schlechten Erfahrungen mit Sauber-Käufer Qadbak in England
Von Florian A,. Lehmann. Aktualisiert am 16.09.2009 1 Kommentar
Besitzer von Sauber? Scheich Hamad bin Chalifa al-Thani, der Emir von Qatar, soll Eigentümer von Qadback sein.
Erleichterung: Peter Sauber ist überzeugt, dass es sich bei Qadback um seriöse Investoren handelt.
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Wer sind nun die neuen Eigentümer von BMW-Sauber? Natürlich wurde diese Frage Peter Sauber nach dem gestrigen Deal im Fernsehen gestellt. Doch auch gegenüber SF wollte sich der Patron aus dem Zürcher Oberland dazu nicht näher äussern. «Ich weiss, wer dahinter steht», erklärte Sauber dem Reporter – und schmunzelte. «Es sind Leute, die nicht in den Vordergrund treten wollen.» Lionel Fischer, der die Interessen der in der Schweiz ansässigen Stiftung vetritt, hat Sauber offenbar noch nicht getroffen. «Aber ich habe Vetrauen in die Gruppierung. Es ist alles handfest», ergänzte der 66-jährige Chef und wirkte entspannt.
Auch über die Verkaufssumme hielt man sich sowohl in Hinwil als auch bei BMW bedeckt. Ganz nach dem Motto: Über Geld spricht man nicht. Somit muss die Öffentlichkeit mit jenem Betrag Vorlieb nehmen, welche deutsche Quellen in die Welt gesetzt haben: 80 Millionen Euro oder umgerechnet 120 Millionen Franken soll die Kaufsumme betragen haben.
Mit der grossen Kelle in der Hand
Qadbak hat im Juli 2009 auch Notts County übernommen – ein traditioneller Fussball-Klub, der in der untersten Profiklasse ein bescheidenes sportliches Dasein fristet. Die neuen Besitzer überraschten mit ihrem plötzlichen Interesse und blätterten gleich mal 1 Million Pfund hin, um die Schulden zu tilgen. Dann richteten die Käufer gleich mit der grossen Kelle an. Niemand geringerer als der ehemalige Nationalcoach Sven-Göran Eriksson wird den Klub führen. Überdies wurden Profis wie Sol Campbell, Lee Hughes und Kaspar Schmeichel engagiert.
Auch James Pallatt, der für die «Nottingham Evening Post» den Werdegang von Notts County akribisch verfolgt, hat seither noch nichts Näheres über Qadbak Investments in Erfahrung bringen können. «Die Investoren wollen unerkannt bleiben. Das Unternehmen muss aber Geld haben, bis jetzt scheint das ganze Engagement bei Notts County auf einer seriösen Basis zu stehen. Aber sorry, mehr kann ich Ihnen nicht sagen», sagt der Sportjournalist gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz. Natürlich hat auch der Fussball-Insider seine Ohren gespitzt, als er vom Einstieg von Qadbak in der Formel 1 vernommen hat.
Diskretion ist oberstes Gebot
Trotz dieser reichlich dubiosen Informationsstrategie sickerte nach Recherchen von britischen Medien durch, dass die ganz wichtigen Geldgeber königliches Blut haben und in Qatar sitzen sollen (siehe Artikel: «Gehört Sauber nun Qatars Königsfamilie?). Am Ursprung dieser Firmen soll die Al-Thani-Investmentgruppe stehen, die im Öl-, Energie- und Immobiliengeschäft tätig ist.
Den Arbeitnehmern im Hinwiler Werk und den Piloten kann letztlich egal sein, woher der Lohn Ende des Monats kommt. Hauptsache: Er kommt. Und der Satz «Denn sie wissen nicht, was sie tun» kann kaum für Peter Sauber angewendet werden, der ein erfahrener Branchenkenner ist und viele Hochs und Tiefs in seinem Leben durchgemacht hat. «Ich bin riesig erleichtert. Das Team hat wieder eine Zukunft», erklärte er gestern.
Nicht einfach so verscherbeln
Obwohl diese Stillschweigetaktik rund um BMW-Sauber – oder sagen wir Diskretion, das tönt eleganter – Fragen aufwirft, vertraut die Öffentlichkeit dem Chef aus Hinwil. Denn Peter Sauber wird sein Lebenswerk nicht einfach so an Investoren verscherbeln, die ihm keinen seriösen Eindruck hinterlassen. Dazu ist er gegenüber seiner Belegschaft zu verantwortungsvoll. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
Erstellt: 16.09.2009, 13:07 Uhr
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1 KOMMENTAR
Soche Diskretion gibt Anlass zu Spekulationen, besonders dann, wenn von Öl-Scheichs und derlei die Rede ist, siehe auch die Masche von Volker Eckel. Nach der Peinlichkeit, wie z.B. GC darauf hereingefallen ist, will man an das "Wunder" nicht so recht glauben. Interessant ist auch, dass das Handelsregister Qadbak nicht kennt. Man wird ja sehen, seien wir getrost.








