Peter Saubers Ärger über die Debütanten
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 26.10.2009
Ärger über die Szene: Peter Sauber kämpft um einen Startplatz für 2010. (Bild: Keystone)
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Weil der Internationale Automobilverband Fia die vier vakanten Startplätze für 2010 an Campos, Lotus, Manor und US F1 vergeben hat, steht das BMW Sauber F1 Team immer noch ohne jede Garantie für die kommende Saison in der Königsklasse da. Das ist für den Rennstall mit Sitz in Hinwil ein gravierendes Problem, weil ohne gesicherten Startplatz der Verkauf an den – obskuren Investor Qadbak noch platzen könnte.
Peter Sauber sieht die Schuld dafür primär bei den neuen Teams, die seiner Meinung nach nicht seriös arbeiten: «Was diese vier neuen Teams momentan aufführen, ist ein Witz. Sie haben nichts vorzuweisen und stören unsere Pläne für nächste Saison», äusserte sich der Patron jüngst im «Blick». «Vielleicht starten die Vier mit irgendwelchen Autos in Bahrain, aber spätestens 2011 haben sie kein Geld mehr.»
Ermunternde Worte des Verbandsfunktionärs
Da kommen die Worte aus dem Mund von Fia-Kommissär Paul Gutjahr für den Zürcher Unternehmer gerade recht. «Sauber wird in der kommenden Saison starten», meinte Gutjahr vor den laufenden Kameras einer TV-Equipe aus Leutschenbach. Der neu gewählte Fia-Präsident Jean Todt sei ein guter Freund von Sauber und werde sich für den Hinwiler Rennstall einsetzen, führte Gutjahr weiter aus. Dabei ist anzumerken, dass der Verbandsfunktionär ein Landsmann von Sauber ist. Allerdings: Saubers Lobby im Zirkus der Königsklasse darf nicht unterschätzt werden.
Die meisten Insider gehen davon aus, dass die Chancen für Sauber nicht so schlecht stehen. Man geht davon aus, dass ein Rennstall aus dem neuen Quartett sich in absehbarer Zukunft aus dem diffizilen und kostspieligen Business das Handtuch wirft und damit dem anerkannten und erfahrenen Hinwiler Team den Vortritt lassen wird. Zudem hat Sauber auch Trümpfe punkto Infrastruktur in der Hand.
Doch all diese Punkte nützen dem Patron aus dem Zürcher Oberland nur, wenn der Verkauf an Qadbak reibungslos über die Bühne geht. Es hilft Sauber und seinem treuen Gefolge in dieser Situation nicht, dass die Informationen über den mysteriösen Investor spärlich oder überhaupt nicht an die Öffentlichkeit dringen.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.10.2009, 14:30 Uhr

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