Schumacher – der Flop der bisherigen Saison
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 06.04.2010
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Formel 1: GP Brasillien
| Name | Team | Zeit | |
|---|---|---|---|
| 1. | Mark Webber | Red Bull | 1:32:17.464 |
| 2. | Sebastian Vettel | Red Bull | +16.900 |
| 3. | Jenson Button | McLaren | +27.600 |
| 4. | Fernando Alonso | Ferrari | +35.000 |
| 5. | Felipe Massa | Ferrari | +1:06.700 |
| 6. | Adrian Sutil | Force India | + 1 Runde |
| 7. | Nico Rosberg | Mercedes GP | + 1 Runde |
| 8. | Paul di Resta | Force India | + 1 Runde |
| 9. | Kamui Kobayashi | Sauber | + 1 Runde |
| 10. | Witali Petrow | Lotus Renault | + 1 Runde |
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Formel 1: WM-Stand
| Name | Team | Punkte | |
|---|---|---|---|
| 1. | Sebastian Vettel | Red Bull | 392 |
| 2. | Jenson Button | McLaren | 270 |
| 3. | Mark Webber | Red Bull | 258 |
| 4. | Fernando Alonso | Ferrari | 257 |
| 5. | Lewis Hamilton | McLaren | 227 |
| 6. | Felipe Massa | Ferrari | 118 |
| 7. | Nico Rosberg | Mercedes GP | 89 |
| 8. | Michael Schumacher | Mercedes GP | 76 |
| 9. | Adrian Sutil | Force India | 42 |
| 10. | Witali Petrow | Lotus Renault | 37 |
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In Bahrain war es zum Auftakt ein 6. Platz gewesen, der Michael Schumachers Zuversicht, um den Titel fahren zu können, durchaus bestätigte. Doch es folgten die Rückschläge. Platz 10 in Australien und der frühe Ausfall in Malaysia. Die Radmutter fiel ab, das Auto wurde instabil und damit unfahrbar. Mit neun Punkten liegt Schumacher an 10. Stelle der WM-Wertung und muss damit wohl die Ambitionen auf den 8. WM-Titel bereits früh begraben.
Bitter für Schumacher: Sein Teamkollege Nico Rosberg dominiert den Ex-Champion praktisch nach Belieben. Der 24-jährige Deutsche mit dem finnischen Weltmeister Keke als Vater startete jedes Mal vor dem 17 Jahre älteren und viel bekannteren Teamkollegen und kam auch stets vor diesem ins Ziel. «Das haben wir im Winter schon erlebt, und das war jetzt auch nicht anders zu erwarten», relativiert Schumacher die Stärkeverhältnisse im Team.
«Das war ein klarer Aufwärtstrend»
Dass er gegen die Konkurrenz von Ferrari, McLaren und Red Bull jedoch derart chancenlos ist, dürfte dem ehrgeizigen Schumacher jedoch arg missfallen. Immerhin ist Mercedes-GP das Weltmeister-Team des letzten Jahres, als noch nicht Mercedes federführend und Ross Brawn Namensgeber war. Und mit Brawn hatte Schumacher bei Ferrari einst seine grössten Triumphe gefeiert.
Von Erfolgen darf Schumacher derzeit nicht einmal träumen. Wie das Team in Malaysia vergeblich die verlorene Radmutter auf der Strecke suchte, so aussichtslos scheint Schumachers Kampf, ganz nach vorne zu kommen. «Bis zu dem Ausfall war ich gut unterwegs, das war ein klarer Aufwärtstrend», meinte Schumacher nach seinen zehn Runden (von 56) in Malaysia. Er lag an sechster Stelle und war sich dabei durchaus bewusst, dass Lewis Hamilton, Felipe Massa, Jenson Button und auch Fernando Alonso nach dem missglückten Poker im Qualifying ihre Aufholjagd erst begonnen hatten.
Hakt Brawn die Saison schon bald ab?
Im Werk im englischen Brackley wird am Wagen Schumachers nach der genauen Ausfallursache gesucht. Vor allem aber soll das Auto weiterentwickelt und damit schneller werden. «Ich bin voll im Fahrplan. Das Auto ist es nicht ganz», gab auch Schumacher zu. Die Verbesserungen sind noch nicht für das nächste Rennen am 18. April in Shanghai bereit, sondern erst zum Europa-Auftakt am 9. Mai in Barcelona. «Die anderen werden sicherlich auch etwas bringen, aber wir hoffen natürlich, dass unser Schritt grösser sein wird», so Schumacher.
Bereits mutmassen die deutschen Medien, dass Ross Brawn sich nur noch auf die nächste Saison konzentrieren will, wenn das Auto in den nächsten drei Rennen nicht aus eigener Kraft siegfähig sein soll. So hatte es der clevere Teamchef schon 2008 bei Honda gemacht und am Ende des Jahres dann den Rennstall auch aufgekauft. Der Doppeldiffusor war das Ergebnis der vorgezogenen Entwicklungsarbeit und auch die Basis zum überraschenden WM-Titel von Jenson Button im letzten Jahr.
Schumacher kämen solche Pläne nicht entgegen. Er wird an seinen Erfolgen vor dem Rücktritt gemessen – den 91 Siegen in 252 Rennen, den sieben WM-Titeln. Von ihm erwarten die Fans Podestplätze, Siege und, dass er im Kampf um die WM zumindest eine Rolle spielen kann. Davon ist er im Moment weit entfernt – allen (eigenen) Ankündigungen zum Trotz. Die Formel 1 hat sich in der dreijährigen Abwesenheit Schumachers als Pilot mehr verändert, als dieser das erwartet hatte. «Die Hoffnung stirbt zuletzt», hält er die Hoffnungen aufrecht. Doch bisher ist Schumacher der Flop der Saison – neben dem Schweizer Sauber-Team, muss noch angemerkt werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.04.2010, 14:40 Uhr

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