Versöhnlicher Abschluss für Lüthi
Rossi trotz drei Stürzen Vierter
Daniel Pedrosa gewann wie im Vorjahr das MotoGP-Rennen. Der WM-Zweite sicherte sich auf seiner Honda einen ungefährdeten Sieg. Dabei verwies er den Lokalmatadoren Ben Spies auf Rang 2. Dritter wurde WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo aus Spanien, Vierter Valentino Rossi, der am Rennwochenende dreimal stürzte.
Lüthi und Aegerter starteten hervorragend ins Moto2-Rennen. Die Berner vermieden kurz nach dem Start einen Massensturz und fanden sich auf Platz 6 (Lüthi) und 10 (Aegerter) wieder. Zum Pech der beiden wurde kurz danach das Rennen aber abgebrochen, weil zu viele Trümmerteile auf der Strecke lagen; den Neustart mussten sie aus ihren ursprünglichen Positionen in der vierten und fünten Reihe angehen. Der zweite Start war nicht ganz so erfolgreich wie der erste: Lüthi reihte sich auf Position 10 ein, Aegerter auf 14.
Bald war ersichtlich, dass Lüthi beim Herausbeschleunigen aus den Kurven mit seinen Konkurrenten nicht ganz mithalten konnte. «Mein Motor brachte zu wenig Leistung», erklärte Lüthi, «auf den Geraden und im Windschatten hatte ich keine Chance, mitzuhalten.» Das Rennen des 24-Jährigen verlief deshalb zwischen Position 5 und 8; er konnte sich zu keiner Zeit absetzen, fiel aber auch nicht zurück.
Die Zufriedenheit des Kämpfers
Letztlich holte Lüthi wohl das Maximum heraus, weil die Trainings am Freitag und Samstag nicht nach Wunsch verlaufen waren. «Ich habe gekämpft und Platz 7 erreicht», so Lüthi, «das brachte mir wichtige WM-Punkte ein.» Ausserdem sieht Lüthi dem nächsten Grand Prix in einer Woche in Misano (It) mit Freude entgegen, da er und sein Team einen neuen Motor erhalten werden.
Toni Elias (Sp) feierte vor seinem Landsmann Julian Simon bereits den dritten Sieg in Folge und baute damit seine WM-Führung aus. Lüthi behielt seinen 3. Platz im Gesamtklassement mit dem inzwischen punktgleichen Simon nur, weil er im bisherigen Saisonverlauf die besseren Platzierungen vorzuweisen hat.
Krummenacher profitiert von Strafe gegen Marquez
Krummenacher profitierte in der Achtelliter-Klasse von einer Strafe gegen WM-Leader Marc Marquez und rückte um eine Position auf den 7. Schlussrang vor. Der Spanier war in der 8. Runde gestürzt, kämpfte sich trotzdem noch auf Platz 5 vor, wurde aber nachträglich wegen eines unerlaubten Rennmanövers mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt und fiel deshalb auf Platz 10 zurück.
Obwohl er nur von Startplatz 13 ins Rennen gegangen war, zeigte Krummenacher ein konstantes Rennen. Die Elektronik-Probleme, die ihn im Qualifying vom Samstag Mühe bereitet hatten, hatte sein Team offenbar beheben können.
Den zweiten Sieg in Folge feierte Nicolas Terol vor Sandro Cortese (De) und Pol Espargaro (Sp). Es war bereits der 20. Sieg in Folge für einen spanischen Fahrer. Trotz eines Sturzes in der 8. Runde sowie seiner späteren Rückversetzung behielt Marquez mit 172 Punkten die WM-Führung. Allerdings spürt er Konkurrenz aus dem eigenen Land im Nacken: Terol liegt nur noch vier, Espargaro nur noch fünf Punkte hinter Marquez. (si)
Erstellt: 29.08.2010, 22:12 Uhr

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